Heute morgen ist von dem Meerblick unserer Unterkunft erstmal nichts zu sehen. Über der Landzunge liegt ein dicker Nebel, zum Glück frühstücken wir ja erst einmal.



Das Full Irish Breakfast ist Mal wieder etwas anderes, dafür haben wir als Zweites etwas leichtes gewählt. Es gibt eine große Auswahl an Früchten und Cereals sowie Joghurt. Alles in allem sehr gut und ebenfalls sehr nahrhaft. Wir dürfen die übrigen Früchte noch mitnehmen, da keine weiteren Gäste im Anschluss kommen.
Während wir packen einen wir uns noch warum plötzlich so viele Muh-Laute von draußen hereinklingen. Gerade wurde eine Herde Kühe auf der Straße am Haus vorbei getrieben. So lassen wir uns noch etwas Zeit mit dem Packen.


Gegen 10:20 Uhr verlassen wir die Unterkunft und fahren nach Osten in Richtung Killimer, dem Fährhafen an der Nordküste der Shannon Bucht. Auf dem Weg schauen wir uns noch die Turmhaus-Burgruine in Carrigaholt an.

Mittlerweile hat sich der Nebel auch schon wieder verzogen.
Am Fährhafen sehen wir gerade wie die Fähre ablegt. Da hinter uns aber noch ein LKW auf die Fähre möchte legt die Fähre noch einmal kurz an und wir können an Bord fahren. Die Fahrt kostet 25€, aber sie spart etwa 1 Stunde und 40 Minuten reine Fahrzeit ohne Staus. Nach etwa 25 Minuten landen wir in Tarbert dort machen wir noch eine kurze Rast und beobachten wie die Fähre beladen wird. Während unsere Fuhre nur etwa zur Hälfte voll war, müssen jetzt sogar einige Motorräder auf die nächste Fähre warten.




Für uns geht es nun wieder weiter gen Westen, schon nach kurzer Zeit machen wir einen Abstecher zu einer weiteren Ruine, dem Carrigafoyle Castle. Diese ist etwas besser erhalten und wir können den noch stehenden Turm besteigen und von oben die Landschaft genießen. Wenn gerade keine Touristen den Ort unsicher machen, ist er unter der Kontrolle einer Schwalben Kolonie.


Wir folgen dem Wild Atlantic Way weiter und kommen am Beale Strand vorbei. Während wir noch dachten, dass der Name mehr verspricht, werden wir eines besseren belehrt. Es handelt sich tatsächlich um einen echten Sandstrand, an dem auch einige Menschen ins Wasser gehen.


Etwas verwundert ob der durchaus an Ostseestrände erinnernde Atmosphäre setzen wir unsere Reise fort. Unser nächster Halt heißt Ballybunnion Beach, auch hier werden wir wieder überrascht, jetzt ist das Flair aber beinahe mediterran. Wir beschließen hier unser Obst zu essen und anschließend am Strand und der Felsklippen entlang zu spazieren. Im Supermarkt kaufen wir uns noch ein Dessert und genießen dieses in der Sonne. Der Ort war tatsächlich in jüngerer Geschichte von Relevanz da von hier die erste transkontinentale Funkstrecke im Jahr 1919 nach Canada aufgebaut wurde.






Da alle guten Dinge drei sind, beschließen wir auch noch einem dritten Strand einen Besuch abzustatten. Der Ballyheigue Beach zeigt nun nach Westen und liegt demnach direkt am Atlantik. Auch hier herrscht ein für uns überraschendes Treiben. Im Radio wird darüber diskutiert ob dieser Tag der heißeste Mai- Tag seit Beginn der Aufzeichnung sein könnte. An zwei Wetterstationen wurden 28,8°C gemessen.
Wir zollen der Sonne Tribut und beschließen in Tralee den Weg zu unserer heutigen Unterkunft einzuschlagen, so geht es nun über eine N Straße auf fast direktem Weg nach Killarney.
Gegen 19:00 Uhr checken wir im Hotel ein, wir sind etwas von den Ausmaßen dieser Unterkunft überrascht. Von der Rezeption bis zu unserem Zimmer sind wir sicher 5 Minuten unterwegs, was für ein Kontrast zu den letzten Bleiben.
Nachdem wir uns frisch gemacht haben, gehen wir noch los um Proviant für den morgigen Tag zu kaufen und um den Abend ausklingen zu lassen.
Wir essen also ein Sandwich aus dem Supermarkt und fallen in Killarney in einen Pub ein, aus dem traditionelle irische Folkmusik erklingt.