01.06.2026 Macreddin – Sally’s Gap – Dublin

Heute schlafen wir etwas aus und gehen erst um halb neun herunter zum Frühstück. Wir werden freundlich begrüßt und bestellen unser letztes Full Irish Breakfast. Um die Wartezeit zu überbrücken bedienen wir uns an der Cereal Theke wo es neben Müsli auch frisches Obst und Joghurt gibt.

Wir genießen den Tee und planen unseren Tag. Wir wollen über Sally’s Gap durch die Wicklow Mountains nach Dublin fahren. Tatsächlich haben wir heute morgen einen wirklich verregneten Morgen vor uns.

Gegen 10:45 Uhr geht es für uns los und wir fahren wie geplant über die doch nicht ganz so engen Straßen durch die bergige Landschaft. Vielleicht ist man aber auch mittlerweile einfach etwas abgebrühter in Bezug auf die Straßenbreite. Die Straße führt sehr schön an einem Hang entlang bis zur Hochebene auf der Sally’s Gap liegt.

Bei der Abfahrt wechselt das bergige Gelände sehr schnell zu dem deutlich urbaneren Ambiente der Vororte von Dublin. Es ist kein Wunder warum die Wicklow Mountains das Naherholungsgebiet von Dublin sind.

Wir machen noch ein paar Besorgungen und fahren dann mit einigen Unterbrechungen auf der Ringautobahn zum Flughafen von Dublin. Dort geben wir unser Auto nach 2324 gefahrenen Kilometern ab und werden vom Shuttle zum Terminal gebracht.

Das Flugzeug hat einige Verspätung in Frankfurt aufgesammelt und so verspätet sich unser Abflug von geplant 17:35 Uhr auf zuerst 18:30 Uhr und schließlich auf 19:00 Uhr.

Noch fahren die Züge in Frankfurt und wir sehen das Ganze gelassen. Tatsächlich schafft es der Flieger in 90 Minuten von Dublin nach Frankfurt und wir können um 22:24 Uhr den RE3 nach Mainz nehmen. Gegen 23:25 Uhr sind wir wieder in unserer Wohnung.

31.05.2026 Kilkenny – Altamont Garden – Macreddin – Glendalough – Macreddin

Auch heute gibt es etwas neues, die Temperaturen hier auf dem Campingplatz in Kilkenny sind so mild, dass wir auf der Terrasse unseres Fasses Frühstücken können. Es gibt Joghurt mit Marmelade und Jam.

Gegen 10:30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Altamont Garden, es geht durch weite Landschaften die jetzt auch von Ackerbau bestimmt werden.

Der Garten begrüßt uns mit einer sehr schön angelegten Parkanlage die, wie hier üblich, mit der Natur harmoniert, anstatt ihr ein Korsett aufzuzwingen.

Es geht um einen See herum, durch einen Wald bis wir schließlich an einem Fluss ankommen. Von dort geht es wieder durch einen Wald zurück bevor wir über eine ausgedehnte Wildwiese wieder an den Ausgangspunkt zurück kehren.

Hier machen wir noch einen Abstecher in den Walled Garden, der ebenfalls sehr schön angelegt ist, spannender Weise werden hier auch gleich Pflanzen zum Verkauf angeboten, eine tolle Kombination aus Park und Gewerbe.

Nachdem wir am Parkplatz noch einige Vögel beobachten konnten geht es nun direkt zu unserer Unterkunft, da diese direkt auf dem Weg liegt. Glücklicherweise können wir gegen 14:00 Uhr bereits einchecken und sind somit zeitlich nicht mehr beschränkt.

Unser Weg führt uns nun nach Glendalough, einer Klosteranlage die im Mittelalter das geistliche Zentrum von Irland darstellte. Zuerst machen wir uns aber auf eine Wanderung die uns auf die Spinc Kette hinaufführt. Von dort haben wir einen tollen Ausblick in das Glendalough Tal. Kurz vor dem höchsten Punkt wechselt der Weg zu einem Blockbohlen Weg der uns nun für einige Kilometer begleitet.

Dieser Teil des Weges endet am einem ehemaligen Minenkomplex aus dem 19. Jahrhundert und wird nun zum Miner’s Way. Dieser führt wieder in das Tal zurück, wobei er zunächst am zweiten Teil des Minenkomplex vorbei kommt. Ab hier wird der Weg zu einem breiten Forstweg, der aber nun durch einen schönen Wald amd Upper Lake und später dann am Lower Lake vorbei führt.

Der letzte Teil geht durch die Ruine der Klosteranlage, die im Mittelalter das geistliche Zentrum Irlands darstellte. Auch hier gibt es einen gut erhaltenen Rundturm zu bestaunen zudem sind noch einige Ruinen der alten Kathedrale sowie einige Häuser erkennbar.

Nach etwa 4 Stunden Wanderung sind wir wieder am Parkplatz angekommen. Zuvor herrschte hier noch ein emsiges Treiben, nun steht unser Auto verlassen da.

Auf dem Weg zurück machen wir noch Halt in einem kleinen Supermarkt, um uns mit dem Abendessen zu versorgen. Um 20:30 Uhr endet für uns der Tag und wir lassen den Abend auf dem Zimmer ausklingen.

30.05.2026 – Kilkenny – Tulluroan – Cashel – Kilkenny

Heute probieren wir etwas neues im Urlaub aus. Nach dem gefühlt besten Schlaf im ganzen Urlaub in dieser Glamping Hütte frühstücken wir für unsere Verhältnisse spartanisch, es gibt eine Banane zwei Marmeladen ( Lemon-Curd ) Brote, dazu einen Instant Kaffee. Es ist 8 Uhr und wir fahren los nach Tulluroan, etwa 25 Minuten Fahrt nach Westen, dort findet das Festival of Running unter dem Motto “The Tullaroan Hills gave me the Thrills” statt. Wir starten bei den 10k und 21k Läufen.

Gegen 09:30 Uhr startet der Halbmarathon, eine halbe Stunde später der 10 km Lauf. Beide Strecken führen durch die hügelige Umgebung von Tullaroan und so bekommen wir einen sehr direkten Eindruck von der Umgebung. Eine spannende Erfahrung die durch das tolle Laufwetter unterstrichen wird. Es ist etwa 16°C warm und bewölkt. Obwohl Regen angesagt wird, bekommen wir nur ein paar wenige Tropfen ab.

Tatsächlich treffen wir uns etwa 1 km vor dem Ziel, da es uns beiden gut geht laufen wir in unseren jeweiligen Geschwindigkeiten weiter bis ins Ziel. Doreen ist die 10 km in 6:45 min/km gelaufen und Thomas in 4:31 min/km. Bei 140 bzw. 280 Höhenmetern eine uns sehr zufriedenstellende Leistung.

Nachdem wir uns im angrenzenden Sportlerheim frisch machen konnten, ruft ein zweites Frühstück, wir haben noch Bananen und Marmeladenbrot vom Frühstück. Während wir also im Trockenen sitzen beginnt es nun mehr oder weniger stark zu regnen. Gut dass wir nicht mehr unterwegs sind.

Unser weiterer Plan sieht den Besuch des Rock of Cashel vor. Einer Ruine einer mittelalterlichen Kirchenanlage. Die 30 Minuten Fahrt vergehen schnell und so finden wir uns nach etwas Parkplatzsuche auf dem Gelände wieder. Die frühesten Teile der Kirche stammen aus dem 12. Jahrhundert, die Bestandteile aus Stein sind für das Alter ziemlich gut erhalten, sodass man einen guten Eindruck von der damaligen Größe bekommt.

Ein Teil der Anlage ist extrem gut erhalten, leider ist er aufgrund von Problemen mit der Luftfeuchtigkeit nicht mehr vertretbar.

Im Anschluss besorgen wir uns noch eine Kaffeezeit sowie Frühstück für morgen und fahren zurück zum Campingplatz, wo wir auch gleich den Kaffee auf der Terrasse zu uns nehmen.

Wir ziehen gegen 19:30 Uhr noch einmal los um die Stadt bei Tageslicht zu sehen. Zuerst nehmen wir aber den gerade noch geöffneten Castle Park ab, der im Licht der untergehenden Sonne sehr schön aussieht. Tatsächlich kann man auch noch den Rosengarten sehen und einen Blick von der Burgmauer auf den Fluss Nore werfen bevor der Pförtner hinter uns um 20:30 Uhr die Pforten schließt.

Sodann gehen wir zum anderen “Chipper” hier im Ort um einen Vergleich zu haben. Es gibt dieses Mal auch Fresh Fish, welcher sich in der Geschmacksprobe als deutlich überlegen darstellt. Die Fish&Chips nehmen wir in einem nahegelegenen Park auf einer Bank bei den letzten Sonnenstrahlen des Tages zu uns.

Gegen 21:40 Uhr gehen wir dann durch das Kneipenviertel welches sich als deutlich umfangreicher als gedacht herausstellt. Wir können uns nur schwer entscheiden und nehmen schließlich im Lanigans Platz wo ein guter Solo-Künstler spielt. Leider ist die Soundanlage so laut eingestellt, dass wir nach einer Stunde genug haben und weiter ziehen. Wir bleiben dann noch etwa 20 Minuten auf der Straße vor dem Pub Andrew Ryan stehen, da hier die Lautstärke sehr angenehm und die Songliste der Band sehr gut ist. Gegen 0:30 Uhr geht es dann für uns nach Hause.

29.05.2026 Killarney – Wild Atlantic Way – Beara Ring – Kilkenny

Unser letztes Hotelfrühstück wird nochmal voll ausgekostet, wir genießen das Buffet im Wissen, dass es unser letztes ist.

Der erste Abschnitt führt uns wieder nach Kenmare, auf der gleichen Strecke durch den Killarney National Park wie am gestrigen Abend, nur dieses Mal bei Tageslicht. Die gestern bereits geschlossenen Lokalitäten am Wegesrand sind nun geöffnet und im Hochbetrieb.

Bei Kenmare biegen wir auf den Ring of Beara entgegen des Uhrzeigersinn ab und folgen nun der Küstenstraße. Der nördliche Teil ist geprägt von Klippen und steilen Hängen. Bei Eyeries legen wir einen kurzen Boxenstopp ein und bewundern die farbenfroh bemalten Häuser. Uns fällt vor allem auf wie viel Ruhe hier herrscht, dieser Ring ist sicherlich noch nicht von den Touristenströmen der nördlichen Ringe überlaufen.

Der westlichste Punkt ist dann Doneen bei der Ortschaft Allihies, hier bieten die in das Meer hineinragenden Felsen eine tolle Kulisse.

Von dort geht es wieder nach Osten bis zum Whiddy Island View Point, an welchem wir uns vom Wild Atlantic Way verabschieden und den Weg ins Landesinnere einschlagen.

Wir lassen Cork aus und fahren über Mallow in Richtung Kilkenny, wobei wir einen Teil der hier mautfreien M8 nutzen. Allerdings sind es doch noch etwa 40 Minuten Fahrt Überland bis zu unserer heutigen Unterkunft.

Hier übernachten wir auf einem Campingplatz in “Glamping”- Hütten, ein ziemlicher Kontrapunkt zu unseren bisherigen Bleiben.

Der Platzwart nimmt uns herzlich auf, und so machen wir noch ein paar Besorgungen und brechen dann zu Fuß in die Stadt auf.

Wir gehen den Canal Walk entlang, der direkt am Killkenny Castle endet, anschließend suchen wir einen der hiesigen “Chipper” auf und bestellen Fish&Chips to go. Aus uns nicht ganz verständlichen Gründen werden wir eingeladen und genießen die großzügige Portion an einer ruhigen Straßenecke. Danach ziehen wir weiter und suchen einen Pub auf, aus dem gute Live-Musik klingt.

28.05.2026 Killarney – Wild Atlantic Way – Ring of Dingle – Ring of Kerry – Killarney

Das Frühstück überrascht uns heute mit Toppings für das Porridge, welche in den letzten Tagen nicht zu sehen waren. Auch heute wird ein Bogen um das FIB gemacht, übertreiben darf man es damit ja nicht. Dafür lassen wir uns zwei Waffeln schmecken.
Schließlich fahren wir in Richtung Tralee los, um unsere Erkundung des Wild Atlantic Ways fortzusetzen.
Da der westliche Teil der Dingle Halbinsel im Uhrzeigersinn befahren werden soll, befahren wir hier eine liegende acht mit Dingle als Mittelpunkt.

Der westliche Teil ist auch als Slea Head Drive bekannt und führt uns über spannende Straßen an der Küste entlang. An einigen Stellen können wir auch einfach auf der Straße aussteigen, da vor uns ein Reisebus die Weiterfahrt für alle blockiert. Dieser Teil der Dingle Halbinsel reizt uns landschaftlich sehr.

Nachdem wir wieder in Dingle angekommen sind, machen wir uns nach einer etwas aufwendigeren Parkplatzsuche auf die Suche nach einem Mittagessen. Da Dingle allerdings so touristisch ist, dass keine Lunch Menus angeboten werden, entschließen wir uns kurzerhand ein Supermarkt-Mittagessen aus einer Salatbox und einem Kartoffelsalat zu kaufen. Letzterer ist dabei eher mit Kartoffelbrei vergleichbar, wobei der Geschmack durchaus Ähnlichkeit zu Kartoffelsalat aufweist. Die Kulisse vor der wir das Essen genießen ist jedoch umso erstaunlicher, wir stellen uns nach einigen Minuten Fahrt an den Inch Beach, einen Strand der 5 km in die Dingle Bay hineinreicht.

Wir setzen unsere Fahrt über einen relativ unspektakulären Abschnitt nach Killorglin fort. Hier beginnt für uns der Ring of Kerry, dem wir nun entgegen dem Uhrzeigersinn folgen.

Weiter geht es über Portmagee an den Klippen von Kerry vorbei, da diese leider nicht zugänglich sind. Dafür können wir am Coomanaspic ( Cliff View ) die Aussicht auf beide Seiten der Halbinsel genießen.

Sodann geht unsere Fahrt weiter bis nach Kenmare, wo wir den Wild Atlantic Way verlassen und dem Ring of Kerry durch den Nationalpark nach Killarney folgen.

Im Hotel nehmen wir an der Bar noch den Complimentary Drink und trinken Murphy’s und Beamish.

Danach geht es noch in die Stadt und wir lassen bei Live Musik und einem Guinness den Abend ausklingen.

27.05.2026 Killarney-Killarney National Park-Killarney

Unser zweiter Morgen im Hotel beginnt etwas ruhiger, schließlich wissen wir nun, dass die Reisegruppen morgens ganz schön viel Trubel ab Buffet erzeugen.

Der Hotelangestellte von gestern morgen weißt uns dann auch gleich einen größeren Tisch zu mit den Worten, it’s calmer today.

Heute probieren wir hauptsächlich die Sachen, die es gestern nicht geschafft haben oder uns besonders gut geschmeckt haben.

Nach dem Frühstück geht es mit dem Auto etwa 8 km weiter zum Parkplatz von Muckross House. Dieses und das dazugehörige Anwesen stellen den Geburtsort des Killarney National Park dar.

Wir nehmen die öffentlich zugänglichen Teile des Anwesens ab und begeben uns dann auf den Wanderweg der als Muckross Lake Loop bezeichnet wird. Ganz zu Beginn gehen wir jedoch erstmal am Ufer des Lough Leane nach Osten um der Ruine Muckross Abbey noch einen Besuch abzustatten. Die Ruine ist noch ziemlich gut erhalten und erstaunt mit der etwa 400 Jahre alten Eibe in der Mitte des Kreuzgangs.

Danach geht es gen Westen und wir können die vielen Inseln im Lough Leane bewundern. An der Brickeen Bridge mündet der Muckross Lake, der diesem Weg seinen Namen leiht, in den Lough Leane und wir wechseln den See an dessen Ufer wir laufen. Nun geht es gegen den Uhrzeigersinn um den Muckross Lake.

Etwa auf 9 Uhr Position befindet sich das Dinis Cottage und die Old Weir Bridge welche sich noch als Zwischenziele anbieten.

Weiter geht es bis etwa zur 6 Uhr Position, wo sich der Weg vom Ufer verabschiedet und ein paar Höhenmeter gewinnt, damit wir schließlich zum imposanten Torc Wasserfall gelangen. Das heißt der untere Wasserfall ist imposant, im zuerst passierten oberen Fall wird eifrig gebadet.

Schließlich führt der Weg über die Parkanlage des Muckross House zurück zum Ausgangspunkt. Wir haben etwa 17,5 km und 400 hm zurückgelegt und gönnen uns erstmal eine Pause, bei der wir von einer sehr aufgeweckten Krähe beobachtet werden.

Nun fahren wir zurück ins Hotel um uns frisch zu machen und zu Abend zu essen. Heute Abend steht noch ein Whiskey Tasting auf dem Plan, welches Doreen zum Geburtstag bekommen hatte.

Wir laufen gegen 19:00 Uhr am Hotel los und durchqueren die lebendige Immenstadt Killarney’s. Hier ist echt viel los, dafür dass es ein Abend unter der Woche ist.

An der Bar Celtic Whiskey & Larder angekommen, können wir einen schönen Tisch mit Blick auf die beeindruckende Bar besetzen und bestellen zwei sogenannte Flights, also Probiersets, sowie noch etwas zu Essen.

Die ersten vier Whiskeys aus dem Irish Whiskey Cask Finish Expressions Set genießen wir mit einer Kürbissuppe. Uns erstaunt welche unterschiedliche Geschmacksrichtungen bei den Whiskey erzielt werden können. Hin und wieder deckt sich auch einer unserer geschmeckten Noten mit der Beschreibung des Whiskey.

Nun widmen wir uns der Käseplatte und dem Irish Single Pot Still Whiskey Set. Die Käseplatte kann uns voll überzeugen, bei den Whiskeys wird es nun deutlich schwieriger ein qualifiziertes Urteil zu fällen, doch auch bei diesem Set wird uns wieder vor Augen geführt, welche Unterschiede möglich sind.

Wir sind uns ziemlich sicher, dass sehr viele Vorlieben abgedeckt werden können, die Schwierigkeit ist nur, den richtigen Whiskey zu finden.

26.06.2026 Killarney – Carrauntoohill – Killarney

Den heutigen Tag beginnen wir gegen 08:40 Uhr mit einem Buffetfrühstück, wir sind ja zur Abwechslung in einem echten Hotel.

Es gibt Pancakes, ein Full Irish Breakfast Buffet, mit zusätzlichen Kartoffeln und Bohnen. Dazu gibt es dann noch ein Porridge, welches Doreen vom Sättigungsgehalt überrascht und noch ein paar Marmeladen Sandwiches. Dazu gibt es Kaffee und Tee.

Gegen 09:45 Uhr brechen wir auf zu Cronins Yard welcher den Ausgangspunkt unserer Wanderung darstellt. Nachdem wir gegen 10:15 Uhr angekommen sind, beginnen wir mit dem Zustieg. Dieser führt erst über einen Wirtschaftsweg, bis er nach etwa einem Kilometer über einen Weidezaun führt und ab dort in Trailform weiterläuft. Das heißt, in unregelmäßigen Abständen von mindestens 300 m steht nun ein Pfosten, der den Weg über eine morastige Wiesenlandschaft markiert. Parallel zum Weg fließt ein Bach und der Wirtschaftsweg auf der anderen Seite des Baches.

Nach etwa 5 km endet der Zustieg und der Weg. Die Devil’s Ladder beginnt, es geht nun auf etwa 600 m Strecke über 300 m in die Höhe, dabei geht es fast ausschließlich durch eine felsiges Flussbett welches in der Scharte zwischen Carrauntoohill und Cnoc na Toinne entspringt. Nach etwa 2 Stunden 20 Minuten erreichen wir die Scharte auf 700 m Höhe. Nun geht es relativ entspannt noch etwa 1,5 km weiter, dabei überwinden wir erneut 300 Höhenmetern, sodass wir um 13:15 vor dem Gipfelkreuz stehen.

Hier machen wir eine entspannte Brotzeit, schließlich ist es hier angenehm warm, während der Rest des Landes unter einem Rekordhitzetage leidet. Es gibt Flabjacks und Bananen die wir bei einem lauen Lüftchen verspeisen.

Nach einer halben Stunde machen wir uns auf den Abstieg, dieser führt den sogenannten ZickZack Weg hinab und ist durchaus anspruchsvoll. Nach etwa 75 Minuten machen wir einen kurzen Halt an einem Bergsee, den wir zur Erfrischung nutzen. Dann geht es auch schon weiter, in einigen Bereichen ist die Wegfindung nicht ganz trivial und wir nehmen uns die Zeit die ein solcher Abstieg verlangt.

Nach etwa drei Stunden stehen wir wieder auf dem Wirtschaftsweg von heute morgen und gehen geschafft und glücklich Richtung Ausgangspunkt.

Hier gönnen wir uns im Lokal des Campingplatz noch ein alkoholfreies Cider ( Cronins ) bevor wir wieder nach Killarney fahren.

Auf dem Weg besorgen wir uns dann noch unser Abendessen und auf dem Hotelzimmer angekommen wird noch gewaschen.

25.05.2026 Ross-Wild Atlantic Way-Killarney

Heute morgen ist von dem Meerblick unserer Unterkunft erstmal nichts zu sehen. Über der Landzunge liegt ein dicker Nebel, zum Glück frühstücken wir ja erst einmal.


Das Full Irish Breakfast ist Mal wieder etwas anderes, dafür haben wir als Zweites etwas leichtes gewählt. Es gibt eine große Auswahl an Früchten und Cereals sowie Joghurt. Alles in allem sehr gut und ebenfalls sehr nahrhaft. Wir dürfen die übrigen Früchte noch mitnehmen, da keine weiteren Gäste im Anschluss kommen.
Während wir packen einen wir uns noch warum plötzlich so viele Muh-Laute von draußen hereinklingen. Gerade wurde eine Herde Kühe auf der Straße am Haus vorbei getrieben. So lassen wir uns noch etwas Zeit mit dem Packen.

Gegen 10:20 Uhr verlassen wir die Unterkunft und fahren nach Osten in Richtung Killimer, dem Fährhafen an der Nordküste der Shannon Bucht. Auf dem Weg schauen wir uns noch die Turmhaus-Burgruine in Carrigaholt an.

Mittlerweile hat sich der Nebel auch schon wieder verzogen.
Am Fährhafen sehen wir gerade wie die Fähre ablegt. Da hinter uns aber noch ein LKW auf die Fähre möchte legt die Fähre noch einmal kurz an und wir können an Bord fahren. Die Fahrt kostet 25€, aber sie spart etwa 1 Stunde und 40 Minuten reine Fahrzeit ohne Staus. Nach etwa 25 Minuten landen wir in Tarbert dort machen wir noch eine kurze Rast und beobachten wie die Fähre beladen wird. Während unsere Fuhre nur etwa zur Hälfte voll war, müssen jetzt sogar einige Motorräder auf die nächste Fähre warten.

Für uns geht es nun wieder weiter gen Westen, schon nach kurzer Zeit machen wir einen Abstecher zu einer weiteren Ruine, dem Carrigafoyle Castle. Diese ist etwas besser erhalten und wir können den noch stehenden Turm besteigen und von oben die Landschaft genießen. Wenn gerade keine Touristen den Ort unsicher machen, ist er unter der Kontrolle einer Schwalben Kolonie.

Wir folgen dem Wild Atlantic Way weiter und kommen am Beale Strand vorbei. Während wir noch dachten, dass der Name mehr verspricht, werden wir eines besseren belehrt. Es handelt sich tatsächlich um einen echten Sandstrand, an dem auch einige Menschen ins Wasser gehen.

Etwas verwundert ob der durchaus an Ostseestrände erinnernde Atmosphäre setzen wir unsere Reise fort. Unser nächster Halt heißt Ballybunnion Beach, auch hier werden wir wieder überrascht, jetzt ist das Flair aber beinahe mediterran. Wir beschließen hier unser Obst zu essen und anschließend am Strand und der Felsklippen entlang zu spazieren. Im Supermarkt kaufen wir uns noch ein Dessert und genießen dieses in der Sonne. Der Ort war tatsächlich in jüngerer Geschichte von Relevanz da von hier die erste transkontinentale Funkstrecke im Jahr 1919 nach Canada aufgebaut wurde.

Da alle guten Dinge drei sind, beschließen wir auch noch einem dritten Strand einen Besuch abzustatten. Der Ballyheigue Beach zeigt nun nach Westen und liegt demnach direkt am Atlantik. Auch hier herrscht ein für uns überraschendes Treiben. Im Radio wird darüber diskutiert ob dieser Tag der heißeste Mai- Tag seit Beginn der Aufzeichnung sein könnte. An zwei Wetterstationen wurden 28,8°C gemessen.

Wir zollen der Sonne Tribut und beschließen in Tralee den Weg zu unserer heutigen Unterkunft einzuschlagen, so geht es nun über eine N Straße auf fast direktem Weg nach Killarney.

Gegen 19:00 Uhr checken wir im Hotel ein, wir sind etwas von den Ausmaßen dieser Unterkunft überrascht. Von der Rezeption bis zu unserem Zimmer sind wir sicher 5 Minuten unterwegs, was für ein Kontrast zu den letzten Bleiben.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, gehen wir noch los um Proviant für den morgigen Tag zu kaufen und um den Abend ausklingen zu lassen.

Wir essen also ein Sandwich aus dem Supermarkt und fallen in Killarney in einen Pub ein, aus dem traditionelle irische Folkmusik erklingt.

24.05.2026 Cong-Letterfrack-Diamond Hill-Wild Atlantic Way-Ross

Der Tag beginnt für uns um 08:00 Uhr mit einem weiteren Full Irish Breakfast, dieses Mal mit Pilzen statt Tomaten.
Wir checken gegen 09:15 Uhr aus und verabschieden uns von den sehr herzlichen Gastgebern. Dann machen wir uns auf den Weg nach Letterfrack zum Connemara National Park Visitor Center.


Dort starten wir gegen 11 Uhr zu einer kleinen Wanderung die uns auf den Diamond Hill führt. Im ersten Teil der Wanderung können wir die Natur von Connemara sehr genießen, der zweite Teil wird zwar technisch anspruchsvoller, aber leider weniger ausblicksstark, da der Gipfel komplett in den Wolken hängt. Während des Abstiegs klart es dann ein wenig auf, sodass wir den Gipfel von unten dann noch ohne ein Wolkenkleid bestaunen dürfen. Es kommt uns ein wenig surreal vor, dass wir da oben waren.


Nach dieser körperlichen Anstrengung setzen wir uns ins Auto und machen uns auf den Weg nach Ross im County Clare, dem Ziel unserer heutigen Reise. Da wir den Wild Atlantic Way bis Galway schon in den vergangenen Tagen befahren haben, entscheiden wir uns für die schnellere Nationalstraße N59 nach Galway. Bei nun strahlendem Sonnenschein können wir die Landschaft von Connemara noch einmal richtig in Auge Schein nehmen. Es ist ein karges, hartes Land, dass von Fels, Wind und Wasser geprägt ist.

Die folgende Durchfahrt durch Galway gestaltet sich erstaunlich einfach und so sind wir schon bald wieder in südwestlicher Richtung auf dem Wild Atlantic Way unterwegs.
Nach Galway finden sich jede Menge grüner Wiesen und Weideflächen links und rechts der Straße. Erst auf der Countygrenze zwischen Galway und Clare wechselt die Landschaft wieder und wir finden uns in einer schroffen Felslandschaft wieder. Dies ist “The Burren”, eine von eiszeitlichen Felsblöcken und kargen Hügeln geprägte Gegend. Uns war gar nicht so bewusst, dass die Landschaft bis ans Wasser ragt, bei einem kurzen Stop in der Gegend von Fanore können wir uns dann aber davon überzeugen.


Direkt im Anschluss verlässt der Weg das Meer und verläuft nun etwas in Inland, der Grund dafür wird dann auch schnell ersichtlich, hier besteht die Küste aus bis zu 200m hohen Felsklippen, den Cliffs of Moher.
Diese nehmen wir gegen 17:00 Uhr ebenfalls ab, sie beeindrucken uns schon allein durch ihre Ausmaße. Trotz dass Sie zu den beliebtesten Zielen in Irland gehören, verlaufen sich die Menschenmengen ganz gut. Leider bekommen Sie ein ziemlich touristisches Flair, da sie sehr gut erschlossen sind, auch wird das ganze kommerziell ausgenutzt, so würde der Parkplatz direkt vor Ort 16€ pro Person kosten. Online reduziert sich der Preis um die Hälfte, dennoch ist ein Parkplatz nach Personenzahl in unserem Augen ziemlich unverschämt.


Gegen 19:00 Uhr brechen wir an den Cliffs auf und fahren weiter zu unserer Unterkunft, wo wir gegen 20:15 Uhr einchecken. Wir lassen unser Gepäck noch im Auto und fahren gleich weiter zur nahegelegenen Sehenswürdigkeit “Bridges of Ross”, vom Meer ausgewaschene Steinbögen. Von den einstmals dreien existiert nur noch eine, welche wir nun zur goldenen Stunde erkunden.


Da noch etwas Zeit zum Sonnenuntergang ist fahren wir noch bis zum “Loop Head”, einem Leuchtturm an der südwestlichen Spitze der Landzunge von Clare. Hier finden wir einen netten Sitzplatz und essen noch etwas zu Abend bevor wir den Sonnenuntergang um 21:45 Uhr genießen. Dann geht es nach einem langen Tag in die Unterkunft wo wir bei einem Tee den Tag Revue passieren lassen.

23.05.2026 Cong-Kylemore Abbey-Clifden-Cong

Heute starten wir um 08:00 Uhr in den Tag mit unserem ersten Full Irish Breakfast.
Wir nehmen dieses in der Wohnküche des BnB ein und können dabei durch die Fenster Schafe und Kühe beobachten.
Das Frühstück war ausgezeichnet und stärkt uns sicher für einige Zeit.


Wir brechen gegen 09:45 Uhr auf, kaufen im Spät im Ort noch etwas Proviant und fahren dann nach Letterfrack. Ursprünglich wollten wir heute eine Wanderung um den Diamond Hill machen, da die Wolken allerdings so tief hängen, dass keinerlei Aussicht möglich wäre entscheiden wir uns dazu den zweiten Punkt vorzuziehen. Wir besuchen die Kylemore Abbey.
Diese befindet sich in der Nähe von Letterfrack und so stehen wir kurze Zeit später auf einem großen Parkplatz vor einem beeindruckenden Anwesen.


Die Abtei war früher ein Herrschaftssitz der mit einer tragischen Liebesgeschichte verbunden ist. Manche sagen, dass die Geschichte auch das Drehbuch für einen Liebesfilm sein könnte.
Wir besuchen also das viktorianische Gebäude und lassen uns von dem Stil und der Eleganz der Zeit begeistern. Im Anschluss besichtigen wir noch die kleine zum Anwesen gehörende Kirche und das Mausoleum. Alle drei Gebäude sind am Seeufer eingebettet und fügen sich beinahe magisch in die Landschaft.
Sodann gehen wir zum viktorianischen Mauergarten. Zwischen dem Garten und dem Anwesen verkehrt heutzutage ein Shuttlebus für die nicht mehr so laufstarken Zeitgenossen. Aber man kann den Weg entlang des Seeufers natürlich auch zu Fuß absolvieren.
Der Garten beeindruckt mit seiner Schönheit und Größe. Gleichzeitig stellt er nur ein trauriges Überbleibsel der viktorianischen Zeit dar. So stehen heute lediglich zwei der einst 21(sic!) Gewächshäuser. Auch der Garten hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, da der Unterhalt eines solchen Grundstücks den einen oder anderen Eigentümer an seine Grenzen brachte und die Anlage bis Mitte des 20. Jahrhunderts verwilderte.
Für den Rückweg zum Anwesen nehmen wir den Flora and Fauna Trail sowie den River Trail und lernen auf den Hinweistafeln unter anderem, dass der hier überall gedeihende Rhododendron eine invasive Art ist. Das trübt ein wenig den Anblick dennoch ist das Farbenspiel sehr schön.


Zurück am Anwesen nehmen wir zur Stärkung noch einen Snack im Cafe bestehend aus Shortbread Cookie und Bakewell Tarte.
Dann geht es für uns weiter zur Erfahrung des Wild Atlantic Way, dieses Mal in Richtung Süden und so geht es von Letterfrack die Küstenstraße entlang nach Clifden.
Auf der Straße findet heute auch die Tour de Connemara statt, sodass wir jede Menge Rennradfahrer überholen können. Die Straße ist neben den Küsten geprägt von Kuh- und Schafweiden, deren Bewohner wir dann auch auf der Straße kennen lernen dürfen. Besonders gefallen hat uns eine Schleife kurz vor Clifden mit dem Spitznamen Skyroad.
In Clifden angekommen besichtigen wir das kleine Städtchen, welches auch als Hauptstadt von Connemara bekannt ist. Hier besorgen wir uns noch das Abendessen und fahren den WAW weiter nach Süden in Richtung Galway bis Cashel. Dort verlassen wir den Weg und machen uns wieder auf den Weg zur Unterkunft.


In der Unterkunft essen wir kurz zu Abend und gehen dann gegen 21:30 Uhr VOR Sonnenuntergang los in den Ort Cong um den Abend bei Live-Musik im Pub ausklingen zu lassen.