25.05.2026 Ross-Wild Atlantic Way-Killarney

Heute morgen ist von dem Meerblick unserer Unterkunft erstmal nichts zu sehen. Über der Landzunge liegt ein dicker Nebel, zum Glück frühstücken wir ja erst einmal.


Das Full Irish Breakfast ist Mal wieder etwas anderes, dafür haben wir als Zweites etwas leichtes gewählt. Es gibt eine große Auswahl an Früchten und Cereals sowie Joghurt. Alles in allem sehr gut und ebenfalls sehr nahrhaft. Wir dürfen die übrigen Früchte noch mitnehmen, da keine weiteren Gäste im Anschluss kommen.
Während wir packen einen wir uns noch warum plötzlich so viele Muh-Laute von draußen hereinklingen. Gerade wurde eine Herde Kühe auf der Straße am Haus vorbei getrieben. So lassen wir uns noch etwas Zeit mit dem Packen.

Gegen 10:20 Uhr verlassen wir die Unterkunft und fahren nach Osten in Richtung Killimer, dem Fährhafen an der Nordküste der Shannon Bucht. Auf dem Weg schauen wir uns noch die Turmhaus-Burgruine in Carrigaholt an.

Mittlerweile hat sich der Nebel auch schon wieder verzogen.
Am Fährhafen sehen wir gerade wie die Fähre ablegt. Da hinter uns aber noch ein LKW auf die Fähre möchte legt die Fähre noch einmal kurz an und wir können an Bord fahren. Die Fahrt kostet 25€, aber sie spart etwa 1 Stunde und 40 Minuten reine Fahrzeit ohne Staus. Nach etwa 25 Minuten landen wir in Tarbert dort machen wir noch eine kurze Rast und beobachten wie die Fähre beladen wird. Während unsere Fuhre nur etwa zur Hälfte voll war, müssen jetzt sogar einige Motorräder auf die nächste Fähre warten.

Für uns geht es nun wieder weiter gen Westen, schon nach kurzer Zeit machen wir einen Abstecher zu einer weiteren Ruine, dem Carrigafoyle Castle. Diese ist etwas besser erhalten und wir können den noch stehenden Turm besteigen und von oben die Landschaft genießen. Wenn gerade keine Touristen den Ort unsicher machen, ist er unter der Kontrolle einer Schwalben Kolonie.

Wir folgen dem Wild Atlantic Way weiter und kommen am Beale Strand vorbei. Während wir noch dachten, dass der Name mehr verspricht, werden wir eines besseren belehrt. Es handelt sich tatsächlich um einen echten Sandstrand, an dem auch einige Menschen ins Wasser gehen.

Etwas verwundert ob der durchaus an Ostseestrände erinnernde Atmosphäre setzen wir unsere Reise fort. Unser nächster Halt heißt Ballybunnion Beach, auch hier werden wir wieder überrascht, jetzt ist das Flair aber beinahe mediterran. Wir beschließen hier unser Obst zu essen und anschließend am Strand und der Felsklippen entlang zu spazieren. Im Supermarkt kaufen wir uns noch ein Dessert und genießen dieses in der Sonne. Der Ort war tatsächlich in jüngerer Geschichte von Relevanz da von hier die erste transkontinentale Funkstrecke im Jahr 1919 nach Canada aufgebaut wurde.

Da alle guten Dinge drei sind, beschließen wir auch noch einem dritten Strand einen Besuch abzustatten. Der Ballyheigue Beach zeigt nun nach Westen und liegt demnach direkt am Atlantik. Auch hier herrscht ein für uns überraschendes Treiben. Im Radio wird darüber diskutiert ob dieser Tag der heißeste Mai- Tag seit Beginn der Aufzeichnung sein könnte. An zwei Wetterstationen wurden 28,8°C gemessen.

Wir zollen der Sonne Tribut und beschließen in Tralee den Weg zu unserer heutigen Unterkunft einzuschlagen, so geht es nun über eine N Straße auf fast direktem Weg nach Killarney.

Gegen 19:00 Uhr checken wir im Hotel ein, wir sind etwas von den Ausmaßen dieser Unterkunft überrascht. Von der Rezeption bis zu unserem Zimmer sind wir sicher 5 Minuten unterwegs, was für ein Kontrast zu den letzten Bleiben.

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, gehen wir noch los um Proviant für den morgigen Tag zu kaufen und um den Abend ausklingen zu lassen.

Wir essen also ein Sandwich aus dem Supermarkt und fallen in Killarney in einen Pub ein, aus dem traditionelle irische Folkmusik erklingt.

24.05.2026 Cong-Letterfrack-Diamond Hill-Wild Atlantic Way-Ross

Der Tag beginnt für uns um 08:00 Uhr mit einem weiteren Full Irish Breakfast, dieses Mal mit Pilzen statt Tomaten.
Wir checken gegen 09:15 Uhr aus und verabschieden uns von den sehr herzlichen Gastgebern. Dann machen wir uns auf den Weg nach Letterfrack zum Connemara National Park Visitor Center.


Dort starten wir gegen 11 Uhr zu einer kleinen Wanderung die uns auf den Diamond Hill führt. Im ersten Teil der Wanderung können wir die Natur von Connemara sehr genießen, der zweite Teil wird zwar technisch anspruchsvoller, aber leider weniger ausblicksstark, da der Gipfel komplett in den Wolken hängt. Während des Abstiegs klart es dann ein wenig auf, sodass wir den Gipfel von unten dann noch ohne ein Wolkenkleid bestaunen dürfen. Es kommt uns ein wenig surreal vor, dass wir da oben waren.


Nach dieser körperlichen Anstrengung setzen wir uns ins Auto und machen uns auf den Weg nach Ross im County Clare, dem Ziel unserer heutigen Reise. Da wir den Wild Atlantic Way bis Galway schon in den vergangenen Tagen befahren haben, entscheiden wir uns für die schnellere Nationalstraße N59 nach Galway. Bei nun strahlendem Sonnenschein können wir die Landschaft von Connemara noch einmal richtig in Auge Schein nehmen. Es ist ein karges, hartes Land, dass von Fels, Wind und Wasser geprägt ist.

Die folgende Durchfahrt durch Galway gestaltet sich erstaunlich einfach und so sind wir schon bald wieder in südwestlicher Richtung auf dem Wild Atlantic Way unterwegs.
Nach Galway finden sich jede Menge grüner Wiesen und Weideflächen links und rechts der Straße. Erst auf der Countygrenze zwischen Galway und Clare wechselt die Landschaft wieder und wir finden uns in einer schroffen Felslandschaft wieder. Dies ist “The Burren”, eine von eiszeitlichen Felsblöcken und kargen Hügeln geprägte Gegend. Uns war gar nicht so bewusst, dass die Landschaft bis ans Wasser ragt, bei einem kurzen Stop in der Gegend von Fanore können wir uns dann aber davon überzeugen.


Direkt im Anschluss verlässt der Weg das Meer und verläuft nun etwas in Inland, der Grund dafür wird dann auch schnell ersichtlich, hier besteht die Küste aus bis zu 200m hohen Felsklippen, den Cliffs of Moher.
Diese nehmen wir gegen 17:00 Uhr ebenfalls ab, sie beeindrucken uns schon allein durch ihre Ausmaße. Trotz dass Sie zu den beliebtesten Zielen in Irland gehören, verlaufen sich die Menschenmengen ganz gut. Leider bekommen Sie ein ziemlich touristisches Flair, da sie sehr gut erschlossen sind, auch wird das ganze kommerziell ausgenutzt, so würde der Parkplatz direkt vor Ort 16€ pro Person kosten. Online reduziert sich der Preis um die Hälfte, dennoch ist ein Parkplatz nach Personenzahl in unserem Augen ziemlich unverschämt.


Gegen 19:00 Uhr brechen wir an den Cliffs auf und fahren weiter zu unserer Unterkunft, wo wir gegen 20:15 Uhr einchecken. Wir lassen unser Gepäck noch im Auto und fahren gleich weiter zur nahegelegenen Sehenswürdigkeit “Bridges of Ross”, vom Meer ausgewaschene Steinbögen. Von den einstmals dreien existiert nur noch eine, welche wir nun zur goldenen Stunde erkunden.


Da noch etwas Zeit zum Sonnenuntergang ist fahren wir noch bis zum “Loop Head”, einem Leuchtturm an der südwestlichen Spitze der Landzunge von Clare. Hier finden wir einen netten Sitzplatz und essen noch etwas zu Abend bevor wir den Sonnenuntergang um 21:45 Uhr genießen. Dann geht es nach einem langen Tag in die Unterkunft wo wir bei einem Tee den Tag Revue passieren lassen.

23.05.2026 Cong-Kylemore Abbey-Clifden-Cong

Heute starten wir um 08:00 Uhr in den Tag mit unserem ersten Full Irish Breakfast.
Wir nehmen dieses in der Wohnküche des BnB ein und können dabei durch die Fenster Schafe und Kühe beobachten.
Das Frühstück war ausgezeichnet und stärkt uns sicher für einige Zeit.


Wir brechen gegen 09:45 Uhr auf, kaufen im Spät im Ort noch etwas Proviant und fahren dann nach Letterfrack. Ursprünglich wollten wir heute eine Wanderung um den Diamond Hill machen, da die Wolken allerdings so tief hängen, dass keinerlei Aussicht möglich wäre entscheiden wir uns dazu den zweiten Punkt vorzuziehen. Wir besuchen die Kylemore Abbey.
Diese befindet sich in der Nähe von Letterfrack und so stehen wir kurze Zeit später auf einem großen Parkplatz vor einem beeindruckenden Anwesen.


Die Abtei war früher ein Herrschaftssitz der mit einer tragischen Liebesgeschichte verbunden ist. Manche sagen, dass die Geschichte auch das Drehbuch für einen Liebesfilm sein könnte.
Wir besuchen also das viktorianische Gebäude und lassen uns von dem Stil und der Eleganz der Zeit begeistern. Im Anschluss besichtigen wir noch die kleine zum Anwesen gehörende Kirche und das Mausoleum. Alle drei Gebäude sind am Seeufer eingebettet und fügen sich beinahe magisch in die Landschaft.
Sodann gehen wir zum viktorianischen Mauergarten. Zwischen dem Garten und dem Anwesen verkehrt heutzutage ein Shuttlebus für die nicht mehr so laufstarken Zeitgenossen. Aber man kann den Weg entlang des Seeufers natürlich auch zu Fuß absolvieren.
Der Garten beeindruckt mit seiner Schönheit und Größe. Gleichzeitig stellt er nur ein trauriges Überbleibsel der viktorianischen Zeit dar. So stehen heute lediglich zwei der einst 21(sic!) Gewächshäuser. Auch der Garten hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, da der Unterhalt eines solchen Grundstücks den einen oder anderen Eigentümer an seine Grenzen brachte und die Anlage bis Mitte des 20. Jahrhunderts verwilderte.
Für den Rückweg zum Anwesen nehmen wir den Flora and Fauna Trail sowie den River Trail und lernen auf den Hinweistafeln unter anderem, dass der hier überall gedeihende Rhododendron eine invasive Art ist. Das trübt ein wenig den Anblick dennoch ist das Farbenspiel sehr schön.


Zurück am Anwesen nehmen wir zur Stärkung noch einen Snack im Cafe bestehend aus Shortbread Cookie und Bakewell Tarte.
Dann geht es für uns weiter zur Erfahrung des Wild Atlantic Way, dieses Mal in Richtung Süden und so geht es von Letterfrack die Küstenstraße entlang nach Clifden.
Auf der Straße findet heute auch die Tour de Connemara statt, sodass wir jede Menge Rennradfahrer überholen können. Die Straße ist neben den Küsten geprägt von Kuh- und Schafweiden, deren Bewohner wir dann auch auf der Straße kennen lernen dürfen. Besonders gefallen hat uns eine Schleife kurz vor Clifden mit dem Spitznamen Skyroad.
In Clifden angekommen besichtigen wir das kleine Städtchen, welches auch als Hauptstadt von Connemara bekannt ist. Hier besorgen wir uns noch das Abendessen und fahren den WAW weiter nach Süden in Richtung Galway bis Cashel. Dort verlassen wir den Weg und machen uns wieder auf den Weg zur Unterkunft.


In der Unterkunft essen wir kurz zu Abend und gehen dann gegen 21:30 Uhr VOR Sonnenuntergang los in den Ort Cong um den Abend bei Live-Musik im Pub ausklingen zu lassen.

22.05.2026 Galway-Wild Atlantic Way-Cong

Der Wecker klingelt heute erst um 09:15 Uhr, gestern Abend wurde es doch recht spät.
Wir sind noch gut gesättigt vom gestrigen Fish&Chips und so packen wir in aller Ruhe bevor wir gegen 10:45 Uhr auschecken, das Auto können wir noch bei unserer Unterkunft stehen lassen.
Wir gehen zu Fuß zur Salthill Strandpromenade und genießen die frische Seeluft.


Wir gehen bis ans nördliche Ende der Promenade wo wir in einem Café vier Scones zum Frühstück erstehen. Diese verzehren wir dann auch in direkter Nachbarschaft mit Blick auf ein Strandbad. Dieses ist gut besucht, obwohl die Wassertemperatur heute etwa 12°C beträgt.


Im Anschluss schlendern wir Richtung Süden zum Stadtzentrum zurück, dabei bewundern wir die Häuser die hier in erster Reihe stehen und bestaunen die vereinzelten Palmen.
Am Hafenbecken von Galway angekommen, können wir noch einen kleinen Markt beim Spanish Arch abnehmen. Anschließend geht es für uns zum Eyre Square, dieses Mal im Tageslicht. Die Shop Street ist jetzt von Touristen bevölkert die sich von einigen Straßenmusikern ( Busker ) unterhalten lassen.


Dann gehen wir den Canal Trail folgend wieder in Richtung unserer Unterkunft. Damit haben wir die drei City Trails in Galway abgenommen.
Um 14:45 Uhr machen wir uns von der Unterkunft aus dem Wild-Atlantic-Way nach Norden folgend auf in Richtung Cong.
Unser Weg führt uns an Céibh Bhaile na hAbhann vorbei wo wir eine kurze Mittagspause mit Blick aufs Meer verbringen.


Sodann geht es über kurvige Straßen bis nach Droichead Charriag An Logáin.


Dann verlassen wir den Wild Atlantic Way um durch eine abwechslungsreiche Berge und Seenlandschaft ins Inland nach Cong zu fahren.
Die letzten Kilometer fahren wir an den Ufern des Lough Corrib entlang bis wir gegen 18:15 Uhr unsere Unterkunft zwischen Cong und Cross erreichen.
Wir trinken noch einen Tee und essen die restlichen Scones um dann zu Fuß in den Pub im Ort zu gehen.
Auf dem Weg nehmen wir einen Umweg in Kauf und bewundern noch das benachbarte 5* Hotel Ashford Castle mit angeschlossenem Golfplatz. Die Nacht hier kostet etwa das Zehnfache von unserer Bleibe.


Im Ort nehmen wir in den einem der drei Puns Platz und lassen den Tag Revue passieren. Die Tatsache, dass der Ort Cong 145 Einwohner hat, wirft ein spannendes Licht auf die Pub-Dichte.

21.05.2026: Frankfurt-Dublin-Galway

04.00 Uhr: der Wecker klingelt und voller Vorfreude starten wir in den Tag. Ein gewohnter Blick auf Handy verspricht, dass Zug und Flug pünktlich sein werden. Wunderbar! Die S6 hält ihr Versprechen. Der Umstieg am Römischen Theater wird zur Geduldsprobe. Nachdem die Verspätung der S8 im 5-Minuten-Takt steigt, fällt sie am Ende Mal wieder kommentarlos aus. Die Nerven liegen blank. Die Nächste muss jetzt wirklich fahren, sonst wird es eng. Zum Glück, um 6.00 Uhr kommen wir am Flughafen Regionalbahnhof an. Security und Boarding laufen wie geschmiert. Um 6.15 Uhr sind wir am Gate.

Der Flieger ist bis auf den letzten Platz ausgebucht und startet dennoch planmäßig um 7.00 Uhr. Pünktlich landen wir um 8.15 Uhr in Dublin und holen unser Auto ab. Mit dem Shuttle werden wir zur Station gebracht. Es läuft wie am Schnürchen. Wir sind begeistert. Der Wagen erinnert an den kleinen Fiat wie in Portugal.

Los geht’s. Eingestellt auf Linksverkehr. Der Hinweis klebt sogar in der Windschutzscheibe – von innen! Wir fahren aus Dublin Richtung Westen und vermeiden bewusst die Autobahn um die Landschaft genießen zu können. Es ist unheimlich saftig grün hier. Die Straßen passen sich der Landschaft an. Wir cruisen also durch die weiten Irlands. Es geht Hügel rauf & runter, rechts & links, es breitet sich das Gefühl von Achterbahnfahren aus, nur nicht auf geführten Schienen. Dafür gibt es keine Unebenheiten oder Schlaglöcher im Asphalt. Unser erster Stop war der Tesco und wir greifen zum Meal Deal. Erinnerungen aus Cambridge werden wach.
Weiter geht’s zum Belvedere Landhaus. Wir machen einen Spaziergang über die Ländereien. Ja, hier kann man es aushalten.
Weiter geht’s zur alten Abtei Clonmacnoise. Sie war leider nicht so schön mit Informationen aufbereitet, dafür aber heute Eintritt frei. Es gab Bauarbeiten am Rande.
Weiter fahren wir zu unserem Ziel nach Galway. Hier haben wir ein Homestay und wurden im Vorfeld mit allerlei Informationen gebrieft. Der Check-in bei der Unterkunft konnte auf der Straße beim Vorbeifahren erledigt werden.

Jetzt heißt es Galway erkunden. Wir machen uns auf zum Galway Pub-Walk und genießen erstmal ein Pint Guinness/Bulmers auf nüchternen Magen. Das Essen war leider schon aus. Macht nichts. Zufrieden erkunden wir die Altstadt über den sehr schönen River Trail. Unser Weg führte zur Kathedrale von Galway. Sie hat sehr schöne Fenster und eine große Orgel. Erstaunt sind wir über das sehr junge Alter. Sie ist eine Kirche aus ca. 1965. Zurück geht es über den Kanalwege, zum McDonaghs Fish&Chips Restaurant. Etwas Essen wäre doch noch schön. Es gab sehr leckere klassische Fish & Chips aus Cod / Kabeljau mit Salz und Essig sowie einer kleinen Portion Tartar.

Anschließend nehmen wir noch das Latin Quarter und einen Teil des Westend ab. Ausklingen lassen wir den Tag im Quays bei Live Musik. Hier feiern wir auch in Doreen Geburtstag. Es spielten 2 unterschiedliche Live Bands. Eine tolle Erfahrung. Sie spielen auf hohem Niveau und können mit dem Publikum toll interagieren. Manche Lieder werden von beiden Bands gespielt, jedoch ganz unterschiedlich interpretiert. Einfach klasse.

17.11.2025: Taipeh-Frankfurt

Wir stehen heute um 07:00 Uhr auf und gehen zum Frühstück. Das überrascht uns in etwa so wie gestern das Zimmer auch.

Der Check-out ist erst um 12 Uhr und so nutzen wir die Zeit und gehen in der Nachbarschaft in den Supermärkten ein bisschen shoppen. Zurück im Zimmer wird dann schonmal für den Flug gepackt und dann noch ein paar Fotos vom Zimmer gemacht. Danach gehen wir das Gepäck zur Aufbewahrung an und checken aus.

Für uns geht es heute nach Beitou, einem Vorort von Taipeh, der berühmt für seine heißen Quellen ist. Wir fahren mit der Red Line nach Norden und steigen im Zentrum von Beitou aus. Schon hier riecht man die leicht schwefelhaltige Luft.

Wir gehen zu Fuß zum Beitou Park, wo das Hot Spring Museum steht. Leider wird uns dort erst bewusst, dass alle öffentlichen Museen und Fußbäder heute geschlossen haben. Wir gehen trotzdem durch die 3 Parkanlagen, allerdings sind die Becken tatsächlich geleert. Dafür gibt es zwei Handbäder, die auch ziemlich spannend sind. Wir beschließen noch einen kleinen Umweg zu machen und können dann doch noch einen Blick in das eigentlich heute geschlossene Thermal Valley machen.

Sodann fahren wir wieder nach Taipeh und streifen noch ein wenig vom Hauptbahnhof in Richtung unseres Hotels. Auf dem Weg genießen wir noch ein Gebäck, das uns am Taiaki erinnert.

Außerdem genießen wir noch eine Beef-Noodle und eine Wanton Soup, bevor wir zum Hotel gehen.

Auf dem Weg kommen wir wieder am Massagesalon von gestern Abend vorbei und gönnen uns nochmal eine Wohlfühlsession. Eine Stunde später holen wir dann unser Gepäck ab und fahren in Richtung Flughafen. Mit der letzten Fahrt ist dann auch der letzte Taiwan Dollar auf der Easycard verbraucht, eine Punktlandung.

Am Flughafen können wir noch die öffentlichen Duschen nutzen und frische Klamotten anziehen bevor wir das Gepäck aufgeben und durch die Sicherheitskontrolle gehen. Am Gate verbringen wir noch etwa 60 Minuten bevor das Boarding losgeht.

16.11.2025: Jiaoxi-Taipeh

Das Frühstück in unserer Unterkunft war etwas anders als in den anderen Unterkünften, aber dennoch gut und lecker.

Frisch gestärkt machen wir uns mit unserem Gepäck auf eine kleine Wanderung entlang der Berghänge von Jiaoxi. Es geht für uns etwa 5 km bergauf sodass wir einen guten Blick über die Ebene vor uns bis zum Meer mit der Schildkröteninsel werfen können. Der Weg nennt sich Paoma Historical Trail und wurde ursprünglich für Forstarbeiten erschaffen.

Nach dem Abstieg auf gleichem Wege nutzen wir noch einmal das öffentliche Fußbad bevor wir uns zum Bahnhof aufmachen um mit dem Zug wieder nach Taipeh zu fahren.

Am Fahrkartenautomaten werden uns nur noch Standing Tickets verkauft und tatsächlich ist der Zug so voll, dass wir die 90 Minuten im Gang stehen müssen. Glücklicherweise hält der Zug nur etwa alle 15 Minuten, sodass nicht ständig jemand aus oder einsteigen möchte.

Gegen 16:00 Uhr kommen wir dann doch in Taipei an und fahren noch mit der MRT zur Station in der Nähe des Hotels. Dort angekommen checken wir ein und bestaunen unser Upgrade – Zimmer.

Nach kurzer Verschnaufpause geht es für uns weiter, wir suchen nach Souvenirs und wollen nochmal das Flair von Taipeh aufsaugen. Unser Weg führt uns auch durch einen weiteren Nachtmarkt, den Ningxia Night Market, den wir noch nicht kannten. Auf dem Weg gönnen wir uns noch einen Dumpling bevor wir wieder in Richtung Hotel unterwegs sind.

Dann gönnen wir uns noch etwas besonderes, eine Fußreflexzonenmassage über 45 Minuten zuzüglich Fußbad und Entspannung, eine tolle Erfahrung.

Im Hotel gibt es noch einen Snack und dann geht es ins Bett.

15.11.2025: Kaohsiung-Jiaoxi

Heute ging es entspannt gegen 8.10 Uhr zum Frühstück. Wir waren fast alleine im Raum. Danach hieß es Rucksäcke packen und auf zum Bahnhof. Wir besorgten uns noch Bentoboxen bei Taiwan Railways und stiegen in den Zug. Heute ist der Weg das Ziel. Wir fahren mit dem Tze-Chiang Limited Express die Ostküste entlang bis nach Yilan. Von dort ist es dann nur noch 10 Minuten mit dem Local Express bis nach Jiaoxi.

Die Fahrt gefällt uns sehr. Wir hatten Glück, die Sitzplätze, die wir am Automaten gebucht hatten, waren auf der Meerseite. Wir bekamen spannende Eindrücke von der Landschaft Taiwans und stellen fest, die Ostküste ist ganz anders als die Westküste. Hier scheint es weniger besiedelt zu sein, es gibt kaum große Städte. Das erklärt vielleicht auch, warum kein High Speed Train auf dieser Strecke betrieben wird. Stellenweise ist es eingleisig. Die Region ist geprägt von Landwirtschaft, hohen Bergen auf der einen Seite und Stränden auf der anderen Seite. Wobei Baden sieht man eigentlich niemanden, obwohl es heute Samstag ist. Zwischen Taitung und Hulian führte die Strecke nicht mehr an der Küste entlang, sondern bewegte sich entlang zweier Bergreihen. Die Reihe zwischen Zug und Meer war ca. 1.500 Meter hoch. Auch als Autofahrer sollte man sich vorher entscheiden, auf welche Seite man möchte. Es gibt kaum Querverbindungen.

In Jiaoxi angekommen checken wir im Hotel ein. Dieses Mal konnte die Person am Empfang kein Wort Englisch. Das hatten wir auch noch nicht. Aber mit den modernen Übersetzungsapps meistern wir auch das. Anschließend machen wir uns auf sie Erkundung der Stadt. Sie ist bekannt für ihre heißen Thermalquellen und es soll ein paar öffentliche Fußbäder geben, die wir ausprobieren wollen.

Direkt die 1. Anlage hat 3 Bäder zur Auswahl an denen auch die Temperaturen standen (39, 42 oder 44 Grad). Nach einer kurzen Probe bei 39 Grad entscheiden wir uns für 42. Es ist herrlich. Nach einiger Zeit ziehen wir weiter zur 2. Quelle. Diese scheint schwefelhaltiger zu sein, zumindest riecht es entsprechend. Die Füße fühlen sich danach auch anders an, als beim 1. Mal. Nachdem wir auch die Quelle ausgiebig abgenommen haben, schlendern wir noch über den angrenzenden Nachtmarkt. Dieses mal waren wir aber noch so satt, dass wir nichts zu Essen brauchten. Zufällig entdecken wir eine Karte mit den eingezeichnet Fußbäder und stellen fest, dass es noch 3 weitere geben soll. Da haben wir noch was vor. Wir finden sie alle (1 davon ist leider geschlossen) und testen sie aus. Es macht herrlichen Spaß. Wir wussten gar nicht, dass man bei einem Fußbad auch zu schwitzen anfangen kann. Das laufen nach den Bädern fühlt sich lustig an. Die Füße und Unterschenkel sind noch richtig warm. Nach guten 4h haben wir alles abgenommen und gehen ins Hotel zurück.

14.11.2025: Kaohsiung

Heute steht die Erkundung von Kaohsiung auf dem Programm, der 2. größten Stadt Taiwans. Beim Frühstück wählen wir dieses Mal bewusst nur eine kleine Auswahl und lassen die süßen Spezialitäten weg. Man muss schon sagen, die Taiwanesen sind solche Süßmäuler dass es sogar uns manchmal etwas viel ist. Eine ganz anders gewürzte Küche als wir es aus Japan kennen.

Wir schlendern von unserem Hotel zum Hafen. Dabei stellen wir fest, wie sich die Landschaft verändert und zwar von Großstadtgewusel mit sehr viel Verkehr und breiten Straßen hin zu weniger Alltagsverkehr. Am Hafen gibt es große Jachten und Segelbote und ein Künstlerviertel. Es macht Spaß hier entlang zu schlendern. Das Wetter zeigt sich dabei heute von seiner sonnigsten Seite. Schon im Schatten ist es so warm und schwül, dass man anfängt zu schwitzen.

Die nächste Station war die ehemalige britische Konsulatsresidenz. Das hatte uns gut gefallen. Von hier aus ging es mit der Fähre rüber zur Cijin Insel. Nach ca. 5 Minuten waren wir auch schon da. Vom Leuchtturm hatten wir einen herrlichen Ausblick über die Insel und auf das Festland. Anschließend schlenderten wir weiter und erkundeten die Insel. Der Stand hat schwarzen Sand, aber heute wehten rote Flaggen, die zeigten, dass Baden verboten ist. Die Einheimischen schien das nicht weiter zu stören. Sie waren Baden und Surfen. Wir haben davon Abstand genommen und schlenderten den Strand entlang.

Auf dem Rückweg zur Fähre entdecken wir durch Zufall noch einen lokalen Nachtmarkt. Hier herrschte buntes treiben. Es fuhren fast alle mit ihren Roller durch und hielten gezielt an Ständen. Es schien so, als kaufen sie ihr Abendessen für zuhause. Wir fanden auch ein paar Leckereien, haben sie aber direkt dort verputzt. Das war ein tolles Erlebnis.

Zurück auf dem Festland besuchten wir noch den größten Nachtmarkt Kaohsiungs, den Ruifong Nachtmarkt. Dieser war ganz anders aufgebaut und viel größer als der 1. des Abends. Wir schlenderten trotzdem rüber und fanden auch hier noch was zum Naschen. Dieser Nachtmarkt war quadratisch aufgebaut. Außen und in der 1. Hälfte gab es jede Menge Essensangebote. In der 2. Hälfte glich er eher einem Jahrmarkt. Es gab Kleidung und Accessoires zu kaufen oder man konnte Glücksspiele, Geschicklichkeitsspiele spielen oder sich die Karten legen lassen. Hier waren auf jeden Fall deutlich mehr Touristen unterwegs.

Insgesamt hat uns Kaohsiung sehr gut gefallen und ist auf jeden Fall eine Empfehlung hier einen Stop einzubauen. Das Flair schwankt je nach Stadtteil von Großstadtfeeling hin zu beschaulicher Kleinstadt. Dennoch ist es überall sehr sauber und die Menschen sind rücksichtsvoll und hilfsbereit.

13.11.2025: Kaohsiung-Tainan-Kaohsiung

Heute gibt es schon wieder ein neues Hotelfrühstück, wir probieren das meiste und werden gut satt.

Danach geht es für uns nach Tainan, der 6. größten Stadt von Taiwan mit 1,8 Millionen Einwohnern. Es liegt etwa 50 km entfernt von Kaohsiung und ist sehr gut mit dem Zug angebunden, unsere Zugfahrt mit dem Express dauert etwa eine halbe Stunde.

In Tainan schauen wir uns neben dem Zentrum den Stadtteil Anping und den angrenzenden Nationalpark Taijiang an. Im Zentrum sind für uns insbesondere der Konfuzius Tempel, der Matsu Tempel und die Shennong Straße Anlaufstellen. Nebenher schauen wie uns noch die Orte an die zufällig auf unserem Weg liegen.

Da Anping etwas außerhalb liegt, fahren wir mit dem Stadtbus dorthin. Hier liegt die Wiege des “modernen” Taiwans, da hier der erste Handelshafen erbaut wurde. Heute sieht man von alledem nicht mehr so richtig viel und so lassen wir uns etwas durch die Gassen treiben.

Danach leihen wir uns ein paar Räder und fahren in den angrenzenden Nationalpark Taijiang hinein. Zumindest in dem Randbereich in dem wir unterwegs waren, wird das Gebiet noch mit Fisch- und Austernzucht bewirtschaftet.

Da so langsam die Dämmerung hereinbricht geben wir die Räder zurück und fahren mit dem Bus wieder ins Zentrum. Einige Straßen und Orte sehen mit Beleuchtung ganz anders aus als bei Tageslicht. Wir genießen noch ein Abendessen in einem kleinen Lokal, dass praktisch nur von Einheimischen frequentiert wird.

Nach einem Verdauungsspaziergang geht es dann für uns mit dem Local Train zurück nach Kaohsiung. Im Hotel lassen wir dann noch den Tag bei einigen mit Wasser gestreckten Säften Revue passieren.

Tainan hat unsere, durch die Recherche entstandenen, Erwartungen nicht so richtig erfüllen können. Gerade im Zentrum kam nicht so richtig das Flair was wir von der ehemaligen Hauptstadt der Insel erwarteten, rüber. In Anping war das schon ein wenig anders, aber so richtig vom Hocker gehauen hat es uns nicht. Wir wissen leider auch nicht, ob wir ein vollkommen anderes Verständnis von Nationalpark haben, aber zumindest den Teil den wir gesehen haben, können wir nicht so Recht empfehlen.