30.10.2025: Taipeh-Fukuoka

Heute starteten wir wieder entspannt in den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Das Buffet wurde fast komplett verändert, sodass es wieder tolle taiwanesische Speisen zum Probieren gab. Besonders hat uns das Obst gefallen. Dieses mal gab es auch Maracuja. Die war deutlich geschmacksvoller, als wir es aus Deutschland kennen.

Anschließend hieß es packen, heute Nachmittag wird es nach Japan gehen. Wir entscheiden uns unser Gepäck schon mitzunehmen. Dafür sind Rucksäcke einfach praktisch.

Da wir so gut in der Zeit waren, versuchten wir noch einen Bus für unsere Tour in 10 Tagen online zu reservieren. Die Homepage konnten wir auf Englisch umstellen, leider nicht die Haltestellen. Naja, wir können ja mal an der Rezeption um Hilfe fragen. Gesagt getan, und wir konnten die richtigen Tickets reservieren, die wir später noch in echte Tickets umtauschen müssen.

Nun ist es Zeit für unseren Weg zum 101 Tower. Ein Highlight für eine super Aussicht auf Taipeh. Heute ist der 1. Tag an dem kein Regen angesagt ist und wir hoffen, dass sich der Ausflug lohnt. Bis 2003 war es das höchste Gebäude der Welt. Wir wollen im 88. Stock einen Kaffee trinken und die Aussicht genießen. Nach einigem suchen uns fragen fanden wir das richtige Café. Mit dem Aufzug ging es vom 2. In den 60. Stock. Dabei spürten wir sogar mehrmals leichten Druck in den Ohren. Danach mussten wir den Aufzug wechseln und fuhren hoch bis zum 88. Stock. Es hat sich gelohnt. Es war spannend Taipeh von oben zu sehen. Es wirkte alles so klein, selbst die Nachbarhochhäuser an denen wir gestern noch vorbeigelaufen sind, wirkten winzig. Dabei kamen sie uns gestern riesig vor. Auch konnten wir die Wanderung von gestern sehen und haben weitere Dinge erkannt, die wir besucht hatten. Man konnte sogar den Fluss entlang bis ans Meer schauen. Außerdem fiel uns auf wieviel Grün es gibt und wie hoch die Berge sind. Nicht umsonst heißt es in den Reiseführern, dass erst ab 3.000Hm die harten Wanderungen in Taiwan anfangen. Alles darunter ist nicht weiter wild.

Gut in der Zeit liegend fahren wir ohne umsteigen zum Hauptbahnhof. Dort wechseln wir noch schnell zum Taipei Bus Terminal und können problemlos unsere morgens online erworbenen Tickets abholen, eine Sache von 30 Sekunden. Wir sind begeistert.

Anschließend fahre wir mit dem Airport Mrt Express zum Flughafen Terminal 2. Die Fahrt dauert auch etwa 40 Minuten, der Commuter ist nur ein paar Minuten langsamer.

So kommen wir stressfrei am Flughafen an, geben unser Gepäck am Baggage self drop ab, machen noch einen Ausflug auf die Besucherterrasse und gehen durch die Sicherheitskontrolle. Unser Gate liegt dann genau zwischen T1 und T2, sodass wir den Flughafen dann doch genau kennenlernen können.

Ein kleiner Snack wird noch am Gate genommen, da wir unsicher sind, ob bei weniger als zwei Stunden Flugzeit überhaupt verpflegt wird.

Mit etwa 10 Minuten Verspätung beginnt das Boarding, dann geht es aber ziemlich schnell und wir sind in der Luft.

Es wird tatsächlich voll verpflegt, also warmes Gericht mit Auswahl und Getränk. Nur auf leichte Turbulenzen kann keine Rücksicht genommen werden und der Service geht weiter.

So kommen wir gut gestärkt ziemlich pünktlich in Fukuoka an. Hier müssen wir erstmal mit dem Shuttlebus das Terminal wechseln, da der U Bahnhof bei den Inlandsflügen liegt.

Wir nehmen die nächste Bahn und fahren gut im Zeitplan liegend zum Hauptbahnhof von Fukuoka, namens Hakata. Nur noch schnell den JR Kyushu Railpass abholen und dann auf zum Tonkatsu Ramen Restaurant denken wir.

Nachdem heute alles so gut geklappt hat stellt sich für uns die Realität in der Warteschlange am JR Schalter wieder ein. Für die 6 Personen vor uns brauchen die Auszubildenden und Instruktor 60 Minuten. Als wir dann ankommen, ist die Ladenschlusszeit greifbar nahe, sodass sich der Instruktor doch entschließt mitzuhelfen.

Für uns ist damit der Restaurantbesuch gelaufen, wir fahren mit der Metro weiter zum Hotel, kaufen uns in einem Konbini noch einen Mitternachtssnack und wollen eigentlich nur noch ins Bett.

Beim CheckIn stellen wir fest, dass das Hotel einen kleinen Onsenbereich hat, den wir dann doch noch nutzen und den Snack tatsächlich erst nach Mitternacht zu uns nehmen.

29.10.2025: Taipeh

Heute starteten wir mit einem entspannten taiwanesischen Frühstücksbuffet im Hotel. Das hatte uns mit seinen lokalen Gerichten gut gefallen.

Gegen 10.00 Uhr: Aufbruch mit der Metro zum Konfuzius-Tempel. Das war schon interessant zu sehen, wie für einen Gelehrten ein Tempel unterhalten wird. Außerdem konnten wir uns über seine Geschichte informieren. Das war gut aufbereitet.

Anschließend ging es schräg gegenüber zum Baoan-Tempel. Er hat es in die Liste der UNESCO geschafft und ist einer der am besten restauriertesten Tempel Taiwans.

Uns hat er gut gefallen, wobei wir auch den Bangka Long Chan Tempel von gestern sehr schön fanden. Insgesamt ist uns ein Unterschied zu den japanischen Tempeln dahingehend aufgefallen, dass die Tempel hier nicht farbenfroher und verschnörkelter aussehen. Direkt über dem Baoan Tempel verlief die Einflugsschneise zum Stadtflughafen Taipehs. Das war richtig laut. Kein Vergleich zu Mainz.

Anschließend ging es zu Fuß über den Keelung River. Das war kein so schöner Weg. Der Lärm und auch das Getümmel der Großstadt machte sich bemerkbar. Auf der anderen Seite nahmen wir den Jiantanshan Wanderweg zu verschiedenen Aussichtspunkten auf dem Berg. Man konnte schön in die Stadt schauen und das Ausmaß Taipehs erahnen. Zum Glück nieselte es nur hin und wieder, sodass wir trotz diesiger Sicht einiges erkennen konnten.

Für den Rückweg ins Zentrum entscheiden wir uns für die Metro. Der Abstieg zur Station führte uns eine interessante offensichtlich nicht so ausgetretene Wegstecke.

Auf dem Weg zur Dihua Street entdeckten wir einen schönen kleinen Laden zum Mittagessen. Hier essen offensichtlich auch die Einheimischen. Ein gutes Zeichen für uns. Wir bleiben hier und wurden nicht enttäuscht. Wir verständigten uns mit Händen und Zeichen und bekamen was wir wollten.

Gut gelaunt schlenderten wir die Shoppingstreet entlang. Die Straße und auch das Viertel wirkte auf uns nicht so touristisch wie das historische Viertel Taipehs. Die Dihua Street hatte viele kleine Läden mit Gewürzen, getrockneten Früchten und Nüssen. Außerdem gab es riesige Gebinde getrockneter Pilze und anderer spannender Lebensmittel. Wir konnten nicht alles identifizieren und die Beschriftung war nicht immer auf Englisch. Die Zeit verging wie im Flug, sodass wir direkt wieder mit der Metro zu unserem vorletzen Tagesziel gefahren sind, dem Xiangshan (Elefantenberg). Von hieraus soll man auch einen schönen Blick über die Stadt haben und bei Dunkelheit das leuchten sehen. Also machten wir uns wieder auf zur Wanderung. Dieser Weg war deutlich touristischer als heute morgen. Aber auch hier wurden wir mit tollen Ausblicken belohnt.

Für den Abstieg entscheiden wir uns für einen Rundweg. Auf dieser Seite des Berges gab es kein Licht. Aber als erfahrene Wanderer sind wir ja gut ausgestattet und haben für alle Eventualitäten Taschenlampen dabei. Damit war es kein Problem. Unterwegs trafen wir keine Menschenseele, dafür jedoch einige Frösche. Okay, als Wanderweg würden wir die Strecke jetzt aus unserer Sicht nicht deklarieren, dafür war sie viel zu gut ausgebaut und hatte genügend Stufen. Trotzdem war es ein schöner Weg.

Weiter geht es zu unserem letzten Tageszeit, dem Raohe Street Night Markt. Das soll einer der berühmtesten Nachtmärkte der Stadt sein. Auf dem Weg dorthin laufen wir direkt am 101 vorbei und entdecken zufällig die Breeze Shopping Street. Hier steppte der Bär. Es war ein buntes Treiben mit jeder Menge noblen Geschäften und Künstlern auf der Straße. Die Gegend war hell erleuchtet durch Reklametafeln oder bunt geschmückten Bäumen. Es hat Spaß gemacht dadurch zu schlendern. Im Allgemeinen kam uns die Gegend um den 101 bis zum Nachtmarkt sehr gehoben vor. Hier kann bestimmt nicht jeder wohnen.

Auf dem Nachtmarkt herrschte reges Treiben. Es gab sehr viele Essensstände und ein paar Jahrmarktbuden. Im Allgemeinen ging es sehr gesittet zu. Die Besucher liefen konsequent auf der einen Seite in die eine Richtung und auf der anderen Straßenseite in die andere Richtung. Es kam einem keiner entgegen.

Mit all den Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg und stellten glücklich fest, das wir mit der Lage unseres Hotels sehr zufrieden sein können. Dieses mal fuhren wir mit der anderen Metroline und konnten ohne Umsteigen fußläufig beim Hotel aussteigen.

28.10.2025: Taipeh

Nach einem entspannten Flug sind wir vor der Zeit schon um 5.41 Uhr Ortszeit gelandet. Draußen war es noch dunkel. Es fühlte sich irgendwie unwirklich an, jetzt schon in Taiwan zu sein. Der Kapitän sagt 22 Grad mit leichtem Regen voraus.

Im Flugzeug wurden wir gut verpflegt. Es gab einen Snack, Mittagessen (hier hat Thomas das letzte Hühnchen bekommen), Sandwich und Frühstück. In der Zwischenzeit haben wir erstaunlich gut schlafen können.

Die Taiwanesen machen die Einreise anders als wir es gewohnt sind. Bei der Ankunft wurde sogar das Handgepäck durchleuchtet und geprüft, dass man nichts dabei hat, was nicht eingeführt werden darf (Fleisch, Obst, Samen, E-Zigaretten etc.). Da sind wir problemlos durchgekommen. Mit der gleichen Gelassenheit stellen wir uns in die Schlange zur Passkontrolle und Einreise. Hatten ja schon alles online ausgefüllt. Also wie immer eine Formsache. Bei Thomas lief alles glatt. Doreen wollten sie nicht durchlassen. Einen Dreher in der Passnummer (es ist echt nicht zu empfehlen ein O oder eine 0 zu haben) wurde ihr zum Verhängnis. Also nochmal aus der Schlange raus, Korrektur vornehmen und wieder anstellen. Dann konnte auch sie einreisen. Noch nie waren wir so froh, schon vor der Einreise die E-Sim des Gastlands aktiviert zu haben…

Erleichtert ging es weiter zur Gepäckabholung. Von weiten sehen wir schon unseren Rucksack. Sehr gut! Nach der Einreise stellen wir fest, dass leichter Regen in unseren Augen etwas anderes ist, wie würden das schon als stark Regen bezeichnen. Ohne Regenjacke und Schirm bist du aufgeschmissen. Naja, wir wollten eh noch ein paar Dinge am Flughafen erledigen. So ging es zum Bargeld holen, was nach mehrmaligen Anlauf auch erfolgreich geklappt hat und zum Kauf einer EasyCard um im ÖPNV flexibel zu sein. Und auch so wird sie als Zahlungsmittel viel anerkannt.

Nach Erkundung des Flughafens fahren wir mit der Metro nach Taipeh und geben unser Gepäck im Hotel ab. Einchecken ist wie erwartet so früh nicht möglich. Wir dürfen uns aber Regenschirme leihen und ziehen los durch unser Viertel. Spontan entscheiden wir uns taiwanesisch zu Frühstücken. Anschließend ging es zur Chiang Kai-Shek Gedächtnis Halle. Als wir wieder draußen waren, wurde der Regen noch stärker und wir entscheiden und für Mittagessen. Es gab leckere Dumplings, eine Spezialität von hier. Gestärkt ging es zum Nachtisch. Bubbletea mit Mochi in braunem Zucker. Ebenfalls eine Kombination, die wir noch nicht kannten.

Wir begeben uns in Richtung Xiamen, was ein sehr quirliges Stadtviertel sein soll, und nehmen auf dem Weg noch den 228 Memorial Park ab. Hier werden die wichtigen geschichtlichen Ereignisse nur anhand von Tag des Monats und Monatszahl identifiziert. Man weiß schließlich in welchem Jahr das Ereignis stattfand. Xen ist dann tatsächlich so wie eine verkleinerte Version von Akihabara und so verbringen wir etwas Zeit damit durch die Gassen zu schlendern.

Dann geht es für uns zum Mengija Longshan Tempel, dem wichtigsten Tempel der Insel. Auf der Auskunftstafel wird noch darauf hingewiesen, dass die Verbündete USA 1945 den Tempel versehentlich dem Erdboden gleich gemacht hat und er im Anschluss wieder aufgebaut wurde.

Mittlerweile ist die Sonne untergegangen und wir können noch einen nahe gelegenen Nachtmarkt besuchen, bevor wir uns auf den Weg ins Hotel machen.

27.10.2025: Frankfurt – Taipeh

Für uns beginnt der Tag nach einer kurzen Nacht um 05:30 Uhr. Wir nehmen die S8 zum Flughafen und können dort mit der Skyline zum Terminal 2 wechseln.

Am Terminal geben wir unser Gepäck ab und kommen schnell durch die Sicherheitskontrolle.

Im T2 gibt es leider kein Entertainment und auch die Fensterplätze im Bereich D sind nur direkt am Gate nach der Boardkartenkontrolle. dennoch können wir unseren Flieger B-18901 beim Einparken beobachten.

Wir nutzen die Zeit für ein Frühstück und beobachten das Treiben.

20.11.2024: Tokyo-Frankfurt

Heute weckt uns der Wecker um 06.00 Uhr. Wir wollen um 06.30 Uhr zum Frühstück, dieses Mal gibt es keine Überraschung, da wir ja bereits einmal in dem Hotel waren.

Beim Verlassen des Zimmers schlägt uns auf dem Outdoor Flur ein kalter Wind entgegen. In Tokio ist es deutlich kühler geworden. Die Baustelle auf der Straße von gestern Abend ist bereits komplett abgebaut.

Um 07.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Bahnhof Keihin Kamata, beim Verlassen des Hotels stellen wir bestürzt fest, dass es zu regnen begonnen hat. Naja, der Weg führt fast durchgängig durch überdachte Einkaufspassagen, da ist das auch nicht weiter tragisch.

Am Bahnhof erwischen wir den Limited Express, der uns ohne Zwischenhalt zum Flughafen bringt und dann noch eine Station weiter zum Terminal 2.

Hier begeben wir uns erstmal auf die Suche nach der Gepäckabgabe. Die erste Abgabestelle ist nur für Business und Premium, ein Schild gibt es aber nicht. Beim richtigen BaggageDrop angekommen, scheitern wir am selfService, weil nirgendwo steht, dass ein biometrischer Abgleich erfolgt. Dafür muss man halt in eine unauffällige Kamera schauen, auf die aber nirgendwo hingewiesen wird. Nunja, es gibt ja noch den betreuten Schalter und bei dem klappt alles ohne Probleme, allerdings mit etwas Wartezeit. Wir sind jedoch früh genug, sodass dies kein Problem darstellt.

Danach folgt die Sicherheitsschleuse und ein kleiner DutyFree Bereich, beim letzten Mal war der größer, vermutlich sind wir da von einem anderen Terminal aus geflogen.

Wir erstehen im DutyFree noch Unagi, Hokke und Yokan und warten entspannt auf das Boarding.

Da wir in einer Reihe sitzen, können wir das Bordgepäck taktisch klug nach Boardinggruppen verteilen und haben so wenig Stress.

Die ersten Stunden des Fluges nutzen wir auch um fehlenden Schlaf nachzuholen, selbst nach der eingeschobenen Mahlzeit fallen uns nochmal die Augen zu.

Danach verbringen wir die Zeit mit dem Entertainment Angebot des Fliegers.

Pünktlich um 16.40 Uhr Ortszeit landen wir und können dann auch unser Aufgabegepäck an uns nehmen. Danach geht es noch mit dem RE und Bus zurück nach Hause.

19.11.2024: Nago-Tokyo

  • Übernachtung:Toyoko Inn Kamata Higashi-guchi
  • Schritte: 19.300

Heute treffen wir uns um 07.00 Uhr zum Frühstück. Obwohl wir wieder im gleichen Hotel übernachten, gab es Variationen beim Frühstück. Das hat uns sehr gefallen. Es wird wohl das letzte Mal Nato geben.

Ein bisschen Rückreisefeeling kommt schon auf, auch, dass unsere Japantour zu Ende geht. Trotzdem lassen wir uns davon nich die Laune verderben und bauen noch einen Zwischenstop auf unserem Weg mit dem Auto zum Flughafen Naha ein. Es geht zur Burg Nakagusuku. Die 2. Beste erhaltene Burg auf Okinawa und UNESCO Welterbe. In der 1. waren wir in Naha schon. Und tatsächlich, sie war noch sehr gut erhalten. Gerade im Mauerwerk konnten wir verschiedene Baustile ausmachen (Nozura-zumi, Tofu-zumi, Kikko Midare-zumi). Außerdem war die geografische Lage so, dass wir sowohl den Pazifik als auch das Ostchinesische Meer sehen konnten.

Hibiscus

Anschließend ging es Tanken und zum Flughafen. Die Fahrt auf dem Expressway war die richtige Wahl. Wir hatten kaum zeitlichen Verzögerung. Tanken funktioniert anders als in Deutschland. Man fährt einfach zur Tankstelleneinfahrt, bekommt eine Zapfsäule zugewiesen und bleibt im Auto sitzen, während jemand anderes für einen tankt.

Am Flughafen gibt es dann mal wieder Probleme und wir werden mit dem Halbautomatisierten check-in und Gepäckaufgabeaystem konfrontiert. Letztendlich landen wir bei einer Person am Schalter. Schließlich wollen wir unser Aufgabegepäck in Tokio nochmal wiederhaben und nicht direkt bis Frankfurt durchchecken. Mit viel Geduld lässt sich auch dieses Problem lösen.

Beim einsteigen in den Flieger stellen wir fest, dass bestimmt 80% des Flugzeugs mit Schulkindern belegt ist, die auf Klassenfahrt waren. Wir sind fasziniert, dass sowas hier als Klassenfahrt wohl Standard ist. In 2er-Reihen aufgestellt betreten sie geordnet das Flugzeug. Diese Reihe scheint nicht zu enden. Wir sehen auch das staunen der anderen Passagiere. Schon bei der Ankunft auf Okinawa und in Naha haben wir ganz viele Schülergruppen getroffen. Der Flug selber war dann recht ruhig. Auch die angekündigten Turbulenzen waren zum Glück kaum spürbar.

In Tokyo machten wir uns auf zum Hotel. Dieses Mal kennen wir den Weg schon, da wir vor ein paar Tagen hier schonmal übernachtet hatten. Anschließend treffen wir uns gegen 19.00 Uhr mit Thomas Onkel in Yokohama Chinatown zum Abendessen. Das war wieder ein tolles Erlebnis. Wir bestellten beim all you can eat eine bunte Auswahl, welche nacheinander in die Tischmitte zum Teilen gestellt wurden.

Danach heißt es einkaufen und Gepäck von Thomas Onkel abholen. Kurz vor Ladenschluss um 22.00 Uhr hatten wir es geschafft. Zurück im Hotel gingen wir nochmal in den Supermarkt um die Ecke und besorgten ein paar fehlende Kleinigkeiten und etwas Proviant für den Flug. Auf dem Hotelzimmer ließen wir den Urlaub nochmal Revue passieren. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht. Jetzt “nur noch” für morgen packen.

18.11.2024: Nago-Yagaji&Kouri Island-Yambaru Nationalpark-Nago

  • Übernachtung: Super Hotel Okinawa Nago
  • Schritte: 12.000

Wir treffen uns zum Frühstück um 07.15 Uhr, dieses Mal gibt es wieder ein gewohntes solides japanisches Frühstücksbuffet.

So geht es gut gestärkt mit dem Auto auf die Reise. Wir fahren zuerst Yagaji (Island) an und wechseln dann auf die Insel Kouri. Diese Verbindung erfolgt über eine Recht fotogen erscheinende Brücke. Im Anschluss geht es wieder über Yagaji und Ojima zur Hauptinsel Okinawas.

Heute haben wir uns die Ostküste der nördlichen Hauptinsel vorgenommen und so geht es erstmal über die Route 331 nach Higashi und schließlich zum Higashi-son Fureai Hirugi Park (東村ふれあいヒルギ公園). Dort können wir einen kleinen Einblick in die Fauna eines Mangrovenwaldes erhaschen und beobachten dabei zahlreiche Krebse und etliche Schlammspringer. Im ersten Moment sieht man nichts, wenn man auf ein Bodenstück des Mangrovenwaldes blickt, aber dann, plötzlich, fallen einem kleine Bewegungen auf, die sich dann als Tiere entpuppen. Diese Tiere sind so gut getarnt, dass man sie fast nur erkennt, wenn sie sich bewegen.

Auch in unmittelbarer Nähe zum Mangrovenwald finden sich zahlreiche Schmetterlinge. Nur zum Fotografieren sind diese einfach zu flink oder zu erratisch in ihren Bewegungen.

Weiter Richtung Norden geht es auf der Route 70 vorbei an einigen Stauseen und im Gegensatz zur Westroute immer auf und ab. Wir machen einen kurzen Stop an einem Ananasfeld und können eine kleine Ananas vom Straßenstand genießen. Gut, dass das Schweizer Taschenmesser immer dabei ist. Obwohl auf dem Hinweisschild stand, dass sie noch sauer sei und eigentlich eher für Saft geeignet sei, fanden wir sie sehr süß und saftig. Kein Vergleich zu denen im Deutschen Supermarkt. Dann besichtigen wir noch kurz den Leuchtturm Sedakazaki und fahren weiter gen Norden bis wir wieder auf die Route 58 von gestern am Cape Hedo treffen.

Heute sind die Wetterbedingungen ganz anders und so halten wir erneut kurz am nördlichsten Punkt Okinawas um das Wellenspektakel zu genießen.

Von hier geht es noch zum Aussichtspunkt Kayauchi Banta, der an der ehemaligen Küstenstraße liegt.

Schließlich geht es wie gestern über die Route 58 nach Süden in Richtung Nago. Heute weht der Wind aber so stark, dass er die Gischt der sich an den Felsen brechenden Wellen regelmäßig über die Fahrbahn der Küstenstraße trägt.

Kurz nach Einbruch der Dunkelheit kommen wir wieder am Hotel an und können den gleichen Parkplatz wie gestern nutzen.

Dann geht es für uns noch zum Abendessen in ein Ramenlokal. So lassen wir den Abend dann ruhig ausklingen, wobei wir uns noch etwas mit der Planung des morgigen Tages beschäftigen.

17.11.2024: Naha-Yambaru Nationalpark-Nago

  • Übernachtung: Super Hotel Okinawa Nago
  • Schritte: 11.800

Wir stehen heute um 07.15 Uhr auf, ein neues Hotel mit einem neuen Frühstück wartet auf uns. Da das Frühstück deutlich westlicher angehaucht ist, als die bisherigen, sind wir etwas enttäuscht, obwohl es sehr gut schmeckte.

Gegen 09.15 Uhr brechen wir auf zur Monorail Station Miebashi und sind nach etwa 10 Minuten dort, die Monorail fährt dann auch Recht bald zum Flughafen, wo wir unseren Mietwagen für die kommenden 2.5 Tage abholen wollen.

Der Shuttle Bus zum Mietwagenstation fährt uns genau vor der Nase weg und so können wir noch 15 Minuten lang das Treiben am Flughafen bestaunen. Die Fahrt mit dem Shuttle erweist sich als Recht kurz, aber dadurch sind bei unserer Ankunft alle Schalter frei. Tatsächlich hat jeder Fahrgast beim Einsteigen in den Shuttle bereits seine Schalternummer zugeteilt bekommen, sodass die Abwicklung sehr koordiniert abläuft. Unser Mitarbeiter nimmt die Sache bei den Papieren sehr genau und kopiert alles lieber gleich zweimal. Nun gut, uns hetzt ja nichts. Dafür wird bei der Mietwagenübergabe dann aber auch alles genau dokumentiert, ganz anders als in Deutschland bei den großen Branchenvertretern, wo ein Kratzer mindestens 1.5cm groß und mit dem Fingernagel spürbar sein muss.

Wir haben einen Mazda3 mit etwa 35.000km bekommen, was für uns ein Upgrade darstellt. Der Wagen hat ein englisches Navigationssystem, Spurhalter und ACC, das Fahren wird damit hoffentlich gut gehen.

Da die Wettersituation etwas undurchsichtig ist, beschließen wir erstmal den am weitesten entfernten Punkt unserer Liste anzufahren und so versuchen wir Daisekirizan einzugeben, scheitern aber kläglich. Uns kommt noch in den Sinn, dass in einem Reiseblog stand, man solle nach den Telefonnummern suchen und tatsächlich, das Navi hat eine Telefonnummernsuche die auch das gewünschte Ergebnis ausspuckt.

Unser Ziel liegt knapp am nördlichsten Punkt Okinawas und ist etwa 120 km vom Flughafen entfernt. Google hatte als Zeitangabe für die Strecke etwas zwischen 1.5 und 3 Stunden errechnet, was uns etwas ungenau vorkam.

Wir fuhren los und es ging erstmal mitten durch Naha bevor es auf den Expressway ging. Vermutlich ist die ungenaue Zeitangabe mit dieser Stadtpassage zu erklären, wir kamen jedenfalls ziemlich gut durch und waren mit einem kurzen Stop an einem Konbini um ein Mittagessen zu besorgen um 14 Uhr vor Ort.

Uns begrüßte ein ziemlich feuchtes Wetter wobei nicht ganz klar auszumachen war, ob es sich um tief hängende Wolken oder ganz feinen Niederschlag handelte. Beim Daisekirizan handelt es sich um einen schönen Landschaftspark, der auf verschiedenen Routen die Highlights der geologischen Formationen sowie der Flora und Fauna zur Schau stellen möchte.

Tatsächlich sind wir von allem sehr beeindruckt, nur die Aussichtspunkte haben mitten in den Wolken etwas an Reiz verloren.

Am Ende der Touren wartet noch ein weiteres Highlight auf uns, eine Schuhputzstation für unsere verdreckten Schuhe.

Wir fahren dann zum Cap Hedo, dem tatsächlich nördlichsten Punkt Okinawas, hier erwartet uns eine beeindruckende Küstenlandschaft, die uns in ihren Bann zieht.

Dann fahren wir noch auf einen benachbarten Aussichtspunkt in Form einer Okinawaralle. Hier erweist sich der Weg als besonders spannend, da es nur vereinzelt Platz für zwei Autos nebeneinander gibt und der Fahrbahnrand aus einem steilen Abwassergraben besteht.

Mit Einbruch der Dunkelheit geht es für uns etwa 50 km zurück nach Nago, der zweitgrößten Stadt Okinawas. Hier haben wir unser Hotel nah an der Autostraße gebucht um nicht endlos durch kleine Gassen kurven zu müssen. Wir erwischen den letzten Platz auf dem direkt am Hotel liegenden Parkplatz und können so direkt einchecken.

Uns erwartet mal wieder ein Welcome Drink, den wir noch nehmen während unsere Wäsche in der Münzwaschmaschine gewaschen wird.

Im Anschluss gehen wir in der Nachbarschaft Chinesisch essen und lassen den Tag dann im kleinen Onsen ausklingen. Dieses Mal gibt es aber nur eine Anlage, die in unterschiedlichen Zeitslots jeweils für Frauen oder Männer betretbar ist. Eine Art TDM, so etwas haben wir bisher auch nicht gesehen.

16.11.2024: Zamami-jima-Naha

  • Übernachtung: Comfort Inn Naha Tomari Port
  • Schritte: 11.500

Heute treffen wir uns entspannt um 8.00 Uhr zum Frühstück. Es gab ein typisches Inselfrühstück, welches pro Person angerichtet wurde. Es war sehr lecker und gibt genug Grundlage für die bevorstehende SUP&Schnorcheltour. Wir sind schon ganz aufgeregt, da es das erste Mal SUP im Meer sein wird und unsere 1. Schnorcheltour ist.

5 Minuten vor der Zeit werden wir von unserem Tourguide abgeholt und zum Treffpunkt gebracht. Wir können die ganze Ausrüstung testen: Flossen, Schwimmweste, Neoprenanzug und Taucherbrille. Es gab sogar welche mit Sehstärke und wir finden passende für uns. Anschließend geht es auf zum Ama-Strand. Es ist bewölkt, aber warm. Der Wind wird stärker, als gestern noch vorhergesagt, aber das hält uns nicht ab. Wir steigen auf die Bretter und fahren etwas auf das Meer hinaus, sowie an der Küste entlang. Die Landschaft ist malerisch. Das Wasser ist so klar, dass die Blautöne richtig herausstechen und die Inseln von einem kräftigen Grün überzogen sind. Das SUP fahren erfordert etwas mehr Balance, als wir es gewohnt sind, trotzdem ist keiner ins Wasser gefallen. Danach fuhren wir wieder an den Start zurück und wechselten auf die Schnorchelausrüstung. Eine Probe im Meer zeigt, das ist warm. Kein Vergleich zur Nord-/Ostsee oder dem Mittelmeer. Nur auf Sri Lanka war das Wasser noch wärmer. Wir verzichten auf den Neoprenanzug und los geht’s. Es eröffnet sich eine atemberaubende Unterwasserwelt und das direkt vor der Küste. Wir können unseren Augen kaum trauen. Tatsächlich, es gibt diese Fische in freie Wildbahn, die man sonst nur aus Fotos und Erzählungen kennt. Was eine Vielfalt auf engem Raum. Wir haben sogar Glück und können 2 Wasserschildkröten beobachten. Sie gleiten mit einer Leichtigkeit durchs Wasser-sehr elegant. Wir sind wirklich beeindruckt. Am Ende der Tour geht es mit dem Auto zurück zum Startpunkt. Wir hatten es uns zwar gedacht, sind aber dennoch erstaunt, man friert hier einfach nicht. Es ist kein Problem nass aus dem Wasser zu kommen und sich ohne abtrocknen ins Auto zu setzen. Die Einheimischen manchen das genauso. Am Startpunkt angekommen können wir noch duschen und uns umziehen.

Anschließend geht es Mittagessen nach Okinawa Art in einem kleinen Local, hier wird viel mit Schweinefleisch serviert und danach geht es zurück zur Fähre.

Unser Puls steigt als zur vereinbarten Zeit um 14.40 Uhr nicht der Hotelshuttle mit unserem Gepäck vorbeikommt. Die Fähre fährt um 15.00 Uhr. Es ist die letzte Fähre für diesen Tag. Auch um 14.45 Uhr war noch niemand in Sicht. Wir überlegen fieberhaft, was los ist. Sonst waren sie immer zuvorkommend und pünktlich. Schließlich halten wir es nicht mehr aus und verursachen im Hotel anzurufen, es geht keiner ran. Und nun? Endlich um 14.53 Uhr biegt der Shuttle ein, bringt unser Gepäck und entschuldigt sich für die Verspätung. Wir sind mehr als erleichtert und hetzen zum Schiff. Geschafft! Diese Aufregung hätten wir nicht gebraucht.

Die Fährfahrt war ruhig. Kaum Wellengang, dafür aber viel Regen, Zeit ein Nickerchen zu machen. Zurück in Naha checken wir im Hotel ein und suchen ein Lokal zum Abendessen. Heute soll es Tempura geben. Die Ebi fry Tempura war unser Favorit. Sowas hatten wir hier noch nicht bekommen.

Gut gesättigt lassen wir den Abend ausklingen und überlegen uns noch ein bisschen was für den nächsten Tag. Morgen soll es mit dem Auto in den Norden gehen.

15.11.2024: Naha-Zamami-jima

  • Übernachtung: Kerama Blue Resort
  • Schritte: 18,9k

Heute können wir ein bisschen länger schlafen, erst um 08.00 Uhr treffen wir uns zum Frühstück. Danach packen wir und checken aus, glücklicherweise können wir unser Gepäck erstmal hier lassen und so ziehen wir leicht bepackt los. Es ist schon jetzt wieder schwül warm und man hält es problemlos in kurzer Kleidung aus. Allerdings macht uns der Blick auf das Wetter immer mehr Sorgen, sodass wir beschließen, jetzt ist die Zeit gekommen auch einen klassischen japanischen Regenschirm zu kaufen. Diesen finden wir direkt im nächsten Konbini. Es geht wieder durch die Kokusaidori, die im Hellen ganz anders wirkt, am Makishi Fischmarkt vorbei um im Stadtteil Tsuboya das hier sehr starke Töpferei-Handwerk zu bestaunen. Wir schlendern an kleinen Läden vorbei und auf dem Rückweg durch eine Nebenstraße finden wir hier auch noch einige richtige Werkstätten.

Dann geht es durch den Makishi Fischmarkt, dieses Mal gehen wir rein und bestaunen die großen Hummer, Krebse, Schnecken und Muscheln. Außerdem wird hier der Fubu-Fisch feil geboten.

Beim Schlendern durch die Kokusaidori finden wir auch noch die Artikel des anderen hier stark vertretenen Handwerks, die Glasbläser Zunft. Außerdem gönnen wir uns ein Eis, als Sorten gibt es Drachenfrucht und Süßkartoffel, beides sehr lecker.

Am Hotel angekommen nehmen wir erstmal eine Reisetablette ein, gleich geht es für 2 Stunden auf die Fähre nach Zamami.

Auf dem Weg zum Fährterminal erwischt uns ein ziemlicher Regenschauer, gut dass wir heute morgen noch die allgegenwärtigen durchsichtigen Schirme gekauft haben, diese kommen jetzt genau richtig.

Am Terminal angekommen, haben wir mal wieder eine Punktlandung eingelegt. Kaum stehen wir in der Schlange geht das Boarding los. Pünktlich um 13.15 Uhr verlässt die Fähre den Hafen und wir stechen in See. Thomas ist von den Reisetabletten ziemlich ausgeknockt und verschläft die meiste Zeit, bei Doreen gibt es dagegen keine Nebenwirkungen.

Auf Zamami angekommen, werden wir schon vom Shuttle Service der Unterkunft erwartet und kommen so schnell auf unser Zimmer.

Wir werfen unsere Sachen in die Ecke und gehen sofort wieder los um die Insel etwas zu erkunden. Vom Shuttle werden wir an den Furuzamami Strand gebracht wo wir erstmal die Landschaft auf uns wirken lassen. Tatsächlich wirkt es fast so wie im Frühling auf Sri Lanka. Die Farben sind herrlich intensiv und der Sandstrand ist sehr schön. Wir gehen weiter in das Zamami Dorf, da wir dort nach einem Schnorchel/ Standup Anbieter für morgen früh suchen wollen.

Nachdem wir etwas umherirren, finden wir einen, der gerade die Sonnenuntergangstour vorbereitet. Wir sprechen ihn einfach an und können so für morgen eine SUP und Schnorchel Tour organisieren.

Da das Hotel-Shuttle morgen unser Gepäck zum Hafen bringt spricht nichts gegen den Plan. Wir sind begeistert wie hilfsbereit und offen die Menschen hier sind. Nachdem wir dies geklärt haben geht es für uns wieder an den Hafen, da wir dort wieder  um 17.00 Uhr vom Shuttle eingesammelt werden.

Schon um 18.00 Uhr geht es für uns zum Abendessen, das Hotel hat für uns einen Tisch im Izakaya Restaurant Nanamaru reserviert.

Im Restaurant bestellen wir eine Auswahl aus der Karte und teilen es uns, so wie es hier üblich ist. Das Essen war sehr vielfältig und lecker.

Wir werden wieder abgeholt und gehen heute früh auf unsere Zimmer, hier gibt es tatsächlich keinen Konbini bei dem man sich noch für einen gemütlichen Abend eindecken kann.